Wunsch nach neuen Räumen

Leony Stabla

Von Leony Stabla

Do, 07. Juni 2018

Rheinfelden

Familienzentrum wirtschaftlich gut aufgestellt / Beide Standorte brauchen mehr Platz für Angebote.

RHEINFELDEN. Für eine amüsante Überraschung sorgte am Dienstagabend der Auftritt zweier Clowns bei der Jahreshauptversammlung des Familienzentrums im Haus Salmegg. Uschi Strelow und Monika Engesser lockerten den Abend gekonnt auf. Ein großes Thema war der Abschied der ehemaligen Leiterin Ilona Fritz-Schild im vergangenen Jahr und die Suche nach einer neuen Leiterin, die mit Birgitt Kiefer aber gefunden wurde. Auch die Suche nach Räumen beschäftigte den Verein.

Als Kerninstitution, die für die Entwicklung der Kinder eine große Bedeutung hat, bezeichnete Fritz Grässlin, Sprecher des Vorstands, das Familienzentrum in seiner Begrüßungsrede, bei der er plötzlich von einer hereinschleichenden Fee unterbrochen wurde. Kurz darauf folgte "Cholerika", die zweite Figur des Clown-Duos.

Beide seien auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit und wollten sich im Familienzentrum niederlassen, sagten sie und richteten sich sogleich häuslich ein, was zu einigem Gekicher unter den versammelten Mitgliedern führte. Auch während der Vorträge mischten sich die Clowns immer wieder ein und gaben treffend komische Kommentare ab, die immer wieder zu Lachern führten.

Das Thema, das den Verein im letzten Jahr wohl am meisten beschäftigte, sei der Abschied der ehemaligen Leiterin Ilona Fritz-Schild gewesen, so Grässlin. Geprägt hätten vor allem die Monate, in denen der Vorstand und die Mitarbeiter die Dinge selbst in die Hand nehmen mussten, weil es keine Leitung gab. Die Suche nach einer neuen Geschäftsleitung hätte der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen geglichen, aber man habe die Nadel gefunden, freute er sich. Dies sei eine Besonderheit des Familienzentrums, man würde immer wieder die richtigen Menschen finden, die den Geist der Institution mittragen würden.

Kinderschutzkonzept mit anderen Einrichtungen geplant

Birgitt Kiefer, die seit Januar das Familienzentrum leitet, gab einen kurzen Überblick über das Jahr 2017, die aktuelle Situation und einen Ausblick in die Zukunft. Dabei betonte sie, dass ein großes Thema für die Zukunft natürlich die Suche nach geeigneten Räumen an beiden Standorten sei, denn sowohl in Rheinfelden wie auch in Grenzach-Wyhlen würden die Familientreffs quasi "aus allen Nähten platzen". Auch Themen wie Fortbildung der Mitarbeiter, Anpassung der Gehälter an die Tarifverträge, Datenschutzverordnung und Arbeitssicherheit seien wichtig und in Arbeit.

Darüber hinaus sei die Entwicklung eines gemeinsamen Kinderschutzkonzepts in Kooperation mit anderen Familienzentren des Landkreises angedacht, so Kiefer. Daneben solle das Ferienprogramm qualitativ weiterentwickelt werden, die Zusammenarbeit mit einigen Kindergärten als Kita Plus stünde auf dem Programm. "Wir müssen der gesellschaftlichen Entwicklung aktiv begegnen, darauf reagieren und innovative Konzepte im Sinne unserer Ziele entwickeln, initiieren und einfordern", so Kiefer.

Die finanzielle Situation des Familienzentrums sei geordnet, berichtete Schatzmeister Stefan Heinzel. Mit betrieblichen Erträgen von 338 000 Euro pro Jahr und einem betrieblichen Aufwand von 276 000 Euro im Jahr 2017 sei der Verein wirtschaftlich gesund.

Abschließend durften sich die Mitglieder noch etwas von der Fee wünschen. Da mussten die meisten gar nicht lange nachdenken und wünschten sich größere Räume für das Familienzentrum.

Wahlen: Der aktuelle Vorstand wurde auf zwei Jahre gewählt und stand deshalb dieses Jahr nicht zur Wahl. Als Unterstützung wählten die Mitglieder Leonie Donner mit einer Enthaltung zum zusätzlichen Vorstandsmitglied.

Mitglieder: 217 Mitgliedsfamilien (Stand 31. Dezember 2017)