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26. Januar 2012

24 046 Hausbesuche in einem Jahr

Bonndorf und Wutach sind mit der Sozialstation Oberes Wutachtal im Bereich Pflege gut versorgt.

  1. Rolf Steinegger Foto: BZ

WUTACH-MÜNCHINGEN. Im Rahmen des Pfarrfamilienabends in Münchingen gab der Geschäftsführer der Sozialstationen, Rolf Steinegger, einen Überblick über die Arbeit des vergangenen Jahres. Dabei gab er zunächst bekannt, dass sich mit dem Zusammenschluss aller Sozialstationen des Dekanatsbezirks Waldshut an der Struktur der Sozialstation Oberes Wutachtal nichts ändern wird. "Wir sind weiterhin im gleichen Umfang für die pflegebedürftigen und kranken Menschen da", so Steinegger.

Auszeichnung für die Sozialstation Oberes Wutachtal

Die Sozialstation erfüllt ihre Aufgaben in einem Verbundsystem, das den ambulanten Pflegedienst, die Tagespflege, Essen auf Rädern, den Caritas-Hausnotruf sowie Pflegeheim und Betreutes Wohnen umfasst. Besonders gut aufgestellt ist man im ambulanten Pflegedienst. So bewertete der Medizinische Dienst die Qualität der Arbeit der Sozialstation als sehr gut. Für den Bereich der Kinästhetik (Bewegungsübungen) wurde die Sozialstation Oberes Wutachtal – weltweit – als erster ambulanter Pflegedienst ausgezeichnet. In der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach wurden im Jahr 2011 von der Sozialstation 206 Männer und Frauen im Alter von vier bis 100 Jahren (Durchschnittsalter 73,8 Jahre) gepflegt. Hierfür wurden 24 046 Hausbesuche erforderlich, wofür die kleinen roten Flitzer der Sozialstation 240 000 Kilometer fahren mussten.

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Die Sozialstation Oberes Wutachtal ist aber auch ein wichtiger Arbeitgeber. So sind alleine 18 Mitarbeiter aus Wutach dort beschäftigt. Die Einrichtungen des Pflegeheims "St. Laurentius" in Bonndorf und die Sozialstation erwirtschaften ein Volumen von sieben Millionen Euro im Jahr in der Region und für die Region. Rolf Steinegger kam in seinem Referat zu dem Fazit: "Bonndorf und Wutach sind mit der Sozialstation Oberes Wutachtal im Bereich der Pflege gut versorgt."

Mit im Boot bei der Finanzierung der Sozialstation sind die einzelnen Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit. Diese wiederum sind auf die finanzielle Unterstützung der Fördervereine, in Wutach ist dies der "Vinzentiusverein", angewiesen. Fördernde Mitglieder werden dringend benötigt. Vorsitzender dieses Fördervereines in Wutach ist Thomas Troll aus Lembach.

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt

Dass die Sozialstationen vor weiteren großen Herausforderungen stehen, dies verdeutlicht eine Analyse des Statistischen Landesamtes. So wird die Zahl der ambulant Pflegebedürftigen und der stationär gepflegten Menschen bis zum Jahre 2031 in Baden-Württemberg um über 60 Prozent ansteigen.

Autor: Bruno Morath