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21. März 2017

Bergwacht hat neuen Vorsitzenden

Volker Krems löst Lothar Schmidt ab, der künftig als zweiter Vorsitzender aktiv sein wird / 18 Einsätze wurden bewältigt.

  1. Änderungen im Vorstand der Bergwacht Wutach: Neuer erster Vorsitzender ist Volker Krems (2. von re.), der bisherige Vorsitzende Lothar Schmidt (rechts) wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Anja Maier und Matthias Schübel. Foto: Gertrud Rittner

WUTACH. Sie arbeiten eng zusammen: die Bergwacht Wutach und die DRK-Ortsgruppe Wutach. Viele Mitglieder sind in beiden Vereinen engagiert und so ist es gute Tradition, dass Bergwacht und DRK auch einen gemeinsamen Termin für die Hauptversammlungen vereinbaren. Bei den Vorstandswahlen der Bergwacht gab Lothar Schmidt nach über 20 Jahren das Amt des Vorsitzenden ab, er unterstützt die Bergwacht künftig als zweiter Vorsitzender. An die Spitze gewählt wurde Volker Krems.

Für die Bergwacht informierte zunächst Alexander Troll über die wichtigsten Neuerungen des vergangenen Vereinsjahres. In das Fahrzeug der Bergwacht wurde ein neuer Digitalfunkempfänger eingebaut. Drei neue Handfunkgeräte wurden angeschafft. Als Neumitglieder wurden Lea Rihm, Noe Fischer und Fabian Dorn in den Verein aufgenommen. Die Dienstprüfung legten Katharina Kaiser, Volker Krems, Tobias Haufschild, Georgina Treisch und Benjamin Koller ab. Alle zwei Monate traf man sich gemeinsam mit dem DRK und der Feuerwehr Wutach zu Dienstabenden. Zudem gab es einen Kameradschaftsabend mit der Bergwacht aus Bernau, sowie Fortbildungen mit den DRKs aus Tannheim, Löffingen und Lenzkirch.

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Schriftführerin Anja Maier hatte in ihrem Bericht die wichtigsten Termine zusammengefasst. Vom Rotary Club Bonndorf bekam die Bergwacht eine Spende für eine Gebirgstrage überreicht. Daneben konnte ein neuer Defibrillator angeschafft werden. Insgesamt wurden die Helfer zu 18 Einsätzen in unwegsamem Gelände gerufen, 14 davon waren in der Wutachschlucht. 39 Dienstabende fanden statt. Jedes Mitglied muss an mindestens 15 Dienstabenden mit insgesamt 30 Stunden Rettungsdienstfortbildung anwesend sein.

In Gündelwangen am Räuberschlössle traf man sich zur Jahresfortbildung. Im April wurde eine weitere Fortbildung mit dem Thema "Trauma" angeboten, im Mai eine Bergwacht-Technikfortbildung. Im Sommer wurde die Wutachschlucht begangen, um die Lage der Sektoren zu überprüfen.

Volker Krems las in Vertretung von Kassierer Stefan Kluge den Kassenbericht vor. Kassenprüferinnen waren Silvia Schmidt und Agnes Baumgärtner, sie bestätigten gute Arbeit – Entlastung wurde erteilt.

Vorstandswahlen

Die Neuwahlen leitete Bürgermeister Christian Mauch. Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Volker Krems gewählt. Er löst damit Lothar Schmidt ab, der sich für dieses Amt, das er über 20 Jahre inne hatte, nicht mehr zur Verfügung stellte. Seine langjährigen Erfahrungen bringt Lothar Schmidt aber weiterhin in der Bergwacht ein. Er wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

Stefan Kluge bleibt Kassenwart, Anja Maier Schriftführerin. Die Bergrettung wird weiterhin von Matthias Schübel koordiniert. Als neue Sanitäts- und Sachwartin wurde Katharina Kaiser gewählt. Stefan Kluge bleibt Funkwart, Benjamin Koller KFZ-Wart und Tobias Haufschild Hüttenwart. Lars Hering bleibt Ausbilder im Bereich der Technik, Matthias Schübel in der Notfallmedizin. Alexander Troll wurde als Naturschutzwart bestätigt. Lothar Schmidt ist weiterhin Pressereferent, Lars Hering Internetreferent. Georgina Treisch wurde als Kassenprüferin neu gewählt, Agnes Baumgärtner bleibt zweite Prüferin. Lothar Schmidt gab noch bekannt, dass er die Bergwacht schuldenfrei übergibt.

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Bergwacht, Andreas Göggel, konnte an drei Mitglieder eine Urkunde für ihre langjährige Mitgliedschaft überreichen. Katharina Kaiser, Julia Schmidt und Michael Troll sind seit zehn Jahren bei der Bergwacht Wutach. Andreas Göggel hob hervor, dass es in den letzten 20 Jahren viele Neuerungen im Bereich der Bergrettung gegeben habe. Die Bergwacht ist auf engagierte und motivierte Mitglieder angewiesen, die bereit zu Fortbildungen sind. Die Wutachschlucht ist ein anspruchsvolles Einsatzgebiet, dazu kommt, dass die technischen Voraussetzungen sich sehr verändert haben. Die Anforderungen werden auch weiterhin ständig wachsen. Dafür seien aber auch die Fördergelder durch das Land und die Krankenkassen gestiegen, so Göggel.

Bürgermeister Christian Mauch dankte allen Rettern für ihren Dienst. Er habe selbst verfolgen können, wie die Qualität kontinuierlich gestiegen sei. Die Bergwacht Wutach ist mit gut ausgebildeten Helfern bestens aufgestellt. Der Gesamtwehrkommandant der Feuerwehr Ewattingen, Andreas Kaiser, betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. Nach ihm gab Frank Zimmermann bekannt, dass er nun nicht mehr Abteilungskommandant der Feuerwehr ist, und dass Andreas Kaiser sein Amt mit übernommen hat. Zum Schluss konnte Matthias Schübel die neueste Satzungsänderung bekanntgeben. Die Bergwacht Wutach ist von nun an ein rechtlich selbständiger Verein.

In der Hauptversammlung des DRK-Ortsvereins Wutach wurde Lothar Schmidt für seine 40-jährige Mitgliedschaft und seine großen Verdienste mit der höchsten Auszeichnung des DRK, der Ehrennadel in Gold, ausgezeichnet. Beim DRK bleibt Schmidt auch weiterhin erster Vorsitzender (wir berichten noch).

Kämpfer für Bergwacht

Mit dem Wechsel an der Spitze der Bergwacht geht in Wutach eine Ära zu Ende. Lothar Schmidt war Mitbegründer der Bergwacht und hat 20 Jahre für die Belange der Retter in unwegsamem Gelände gekämpft. "Wir haben viel erreicht", sagte Schmidt im Gespräch mit der Badischen Zeitung, die Arbeit der Bergwacht werde geschätzt. Dies zeige sich auch daran, dass die Bergwacht Wutach landesweit die meisten Passivmitglieder hat, die den qualifizierten Bergrettungsdienst unterstützen. Mit Volker Krems an der Spitze werde die Bergwacht den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen, betonte Schmidt, der großen Wert darauf legt, dass die enge Kooperation mit dem DRK und auch der Feuerwehr bestehen bleibt. Und dann gibt es noch ein großes Anliegen, für das Lothar Schmidt weiter kämpfen will: die Helfergleichstellung. Wird der qualifizierte Bergrettungsdienst nicht eingestuft wie beispielsweise die Arbeit der Feuerwehr, bricht das ganze System irgendwann zusammen, ist sich Lothar Schmidt sicher.

Über die Versammlung des DRK-Ortsvereins Wutach werden wir noch berichten.

Autor: Gertrud Rittner