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07. Februar 2012
Der Wolf ist keine jagdbare Tierart
Landwirte fürchten Schäden.
BONNDORF UND UMLAND (jul). Er hat die sieben Geißlein gefressen und Rotkäppchens Oma verspeist: der "böse Wolf". Das hundeartige Raubtier spielt in vielen Mythen und Märchen zu unrecht eine unrühmliche Rolle, lange Zeit galt der Wolf in West- und Mitteleuropa als ausgestorben. In jüngster Zeit allerdings wurden Wölfe wieder in Deutschland nachgewiesen und die Wahrscheinlichkeit, dass das im Rudel jagende Raubtier auch wieder im Schwarzwald auftaucht, ist groß. Davon überzeugt ist jedenfalls Michael Nödl, Justitiar beim BLHV, der jüngst vor Landwirten und Jägern in Ewattingen zum Thema Wildschäden referierte (wir berichteten).
Ein Landwirt hatte den Wolf als potenziellen Jäger von Schafen oder Hühnern ins Gespräch gebracht und nach einer möglichen Bejagung gefragt. Dazu stellte Michael Nödl klar: "Der Wolf ist keine jagdbare Tierart." Da es in der Schweiz bereits wieder Wolfsrudel gebe und die Tiere bei der Jagd sehr große Strecken zurücklegen, müsse aber durchaus damit gerechnet werden, dass Wölfe auch hier auftauchen können, so Nödl weiter. Wie Weidetiere vor dem Räuber geschützt werden können, diese Frage ließ Nödl weitgehend offen. Die Bewachung der Herden durch Herdenschutzhunde sei zwar effektiv, in unseren Breiten aber nicht praktikabel, da die Hunde keinen Unterschied zwischen Wolf und Spaziergänger machen, wenn diese sich der Herde nähern. Insgesamt sei das Schadensrisiko durch den Wolf derzeit aber noch kein Thema, ebenso sei die Angst vor dem Luchs unbegründet, meinte der Fachmann in der Versammlung.
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Autor: jul
