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27. Juli 2012
WWF und Autor einigen sich
Schwarzbuch wird mit Änderungen neu aufgelegt.
Das "Schwarzbuch WWF", das sich kritisch mit der Umweltorganisation "World Wide Fund For Nature" (WWF) auseinandersetzt, soll jetzt mit einigen Änderungen neu aufgelegt werden. Der Autor Wilfried Huismann, der Verlag und der WWF hätten sich am Mittwoch auf einen entsprechenden Vergleich geeinigt, erklärte das Gütersloher Verlagshaus. Damit sei das Verfahren vor dem Landgericht Köln ohne Urteil erledigt. Die dritte Auflage des Buches soll nach Angaben des Verlages im Herbst mit Textänderungen erscheinen. Die bisherigen Auflagen dürften im Handel weiterverkauft werden.
Bei den zu ändernden Textstellen handele es sich "nur um Detailformulierungen, die in Abstimmung aller Beteiligten nun unmissverständlich dargestellt" würden, erklärte das Gütersloher Verlagshaus. Der Hauptvorwurf, dass der WWF als Umwelt-Organisation eine viel zu große Nähe zu Industriekonzernen aufweise, werde auch in der geänderten Fassung beibehalten. Mit dem Verfahren sei man dem Vorschlag des Gerichtes gefolgt, sich auf eine gemeinsame Textfassung zu einigen. Trotz erzielter Einigung hält der WWF seine Kritik an Autor Huismann weiterhin aufrecht. Dieser formuliere nicht ausgewogen und neige zu Polemik und Übertreibungen. Man werde dies allerdings als Meinungsäußerung hinnehmen, erklärte der WWF in einer Pressemitteilung.
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Huismann kritisiert in seinem Buch die Nähe des WWF zur Industrie, dessen koloniale Vergangenheit, Intransparenz sowie die Beteiligung an ökologisch umstrittenen Projekten. Das Landgericht Köln hatte in einer mündlichen Verhandlung am 15. Juni eine außergerichtliche Einigung vorgeschlagen. Der WWF war zuvor mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Buchtitel gescheitert.
Autor: epd/kai



