Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

20. Mai 2017

Gutachter: Kaum Mehrbelastung

Wyhl ließ Auswirkungen des Neubaugebiets auf Ortskern prüfen.

WYHL. Das Neubaugebiet "Etterpfad" wird die Straßen im alten Ortskern nur gering belasten. Zu diesem Schluss kommt das Verkehrsgutachten, das der Gemeinderat in Auftrag gegeben hatte. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag in öffentlicher Sitzung vorgestellt. Das Gremium vergab zudem Aufträge für die Dachsanierung der Sporthalle und die Außenanlage am Mehrfamilienhaus für soziales Wohnen.

Der Gemeinderat hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, das den Anschluss des Neubaugebiets Etterpfad an Falkensteinerstraße und Etterstraße sowie an Adler- und Guldengasse untersuchte. Das Gremium sorgte sich um die künftige Situation für alle Verkehrsteilnehmer in den engen Straßen und Gassen, in denen es keine oder nur schmale Gehwege gibt. Das Gutachten zeigt den Ist-Zustand auf, untersucht Konfliktpunkte wie Kreuzungen und erstellt eine Prognose für 2030.

Derzeit ist das höchste Verkehrsaufkommen in den Nachmittagsstunden zwischen 16.15 und 17.15 Uhr. Auf der Endinger Straße gibt es in der Spitzenzeit 490 Fahrzeuge pro Stunde, in der nördlichen Guldengasse sind es 100 Fahrzeuge pro Stunde. 400 Fahrzeuge pro Stunde gelten als Grenzwert für Wohnstraßen, erläuterte Verkehrsgutachter Markus Biechele. Die Zunahme der Belastung in der Falkensteinerstraße sei auch nach einem belegten Baugebiet Etterpad gering: Die Anzahl der Fahrzeuge werde um zehn bis 14 Prozent steigen. Die Falkensteinerstraße bleibt damit auch in Zukunft noch deutlich unter dem Wert für die Guldengasse.

Werbung


Der weitaus größte Teil des Verkehrs werde über die Weisweiler Straße (L 104) gehen, schätzt der Planer. Solle das Baugebiet Etterpfad in Zukunft erweitert werden, sollte es einen Anschluss an die Forchheimer Straße erhalten. Damit würde nach den Berechnungen des Gutachters die Belastung der Falkensteinerstraße auch 2030 bei maximal 22 Prozent liegen. Alle Knotenpunkte in Wyhl wurden im Verkehrsgutachten aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit als "unproblematisch" eingestuft.

Der Gutachter schloss einen Vortrag mit einer Empfehlung. Die Straßen im Neubaugebiet Etterpfad sollten verkehrsberuhigt angelegt werden. Diese Anregung griff Bürgermeister Ferdinand Burger auf. Die endgültige Straßenplanung für das neue Baugebiet sei noch nicht erfolgt, sagte er. Ein weiterer Hinweis des Gutachters wurde ebenfalls aufgenommen: Bei der anstehenden Ortskernsanierung (2018) sollten die Straßensperrungen mit Rücksicht auf Konfliktpunkte geplant werden.

Vier Aufträge vergab der Rat für die Dachsanierung der Sporthalle. Zimmer- und Dachdeckerarbeiten, Blechnerarbeiten, Gerüstbau und Blitzschutz wurden für 364 000 Euro vergeben. Die Gesamtkosten liegen derzeit bei 382 000 Euro, kalkuliert sind Ausgaben von 385 000 Euro. Die Dachsanierung soll in Absprache mit dem Solarverein im September beginnen, sagte der Bürgermeister.

Einen Auftrag über 112 000 Euro erteilte das Gremium für die Außenanlage am Mehrfamilienhaus für soziales Wohnen. Das Haus soll Ende Juni innen und außen fertig werden. Die Gesamtkosten liegen bei rund einer Million Euro, gerechnet wird derzeit mit einer etwa einprozentigen Kostenüberschreitung.

Autor: Ilona Hüge