Leichtathletik mit dem Hund

Roland Vitt

Von Roland Vitt

Do, 13. September 2018

Wyhl

Turnierhundsport in Wyhl: Barbara Schmelzle war über 5000 Meter mit Hund "Marion" die Schnellste .

WYHL. Mit 44 Teilnehmern aus acht Vereinen war der Turnierhundsport-Wettkampf nach der Prüfungsordnung 2013, der am Sonntag auf dem Gelände des Vereins der Hundefreunde Wyhl ausgetragen wurde, gut belegt. Optimal waren die Bedingungen, die die Hundesportler und Gäste in Wyhl vorfanden. Die Veranstaltung war von "A bis Z" wieder bestens durchorganisiert.

Der Turnierhundsport (THS), oft auch als "Leichtathletik mit dem Hund" bezeichnet, bietet eine sportliche Beschäftigung für Hund und Hundeführer. Dies kann sowohl als Breiten- als auch als Leistungssport praktiziert werden. Neben dem Training mit dem Hund stehen auch Ausdauer-, Kraft- und Koordinationsübungen für den Hundeführer auf dem Programm. Im THS werden verschiedene Wettkampfdisziplinen angeboten. Neben den Disziplinen Geländelauf, Vierkampf und dem Staffelwettbewerb Combination-Speed-Cup (CSC), für die als Startvoraussetzung eine erfolgreich bestandene Begleithundeprüfung (BH) vorgeschrieben ist, gibt es auch noch die Disziplin Hindernislauf.

Voller Tatendrang starteten die 5000- beziehungsweise 2000-Meter-Geländeläufer mit Hund und die Vierkämpfer am Sonntagmorgen in den sportlichen Teil. Los ging es um 8 Uhr mit dem Geländelauf: Hier ist die Ausdauer des Hundeführers, aber auch die des Hundes gefragt. Der Hund muss dabei an der Leine geführt werden. Hier wurden Glanzleistungen gezeigt. Schnellste Läuferin über 5000 Meter bei den Erwachsenen wurde Barbara Schmelzle mit "Marion" vom ausrichtenden VdH Wyhl in 22,12 Minuten. Die schnellste Zeit bei den Frauen über 2000 Meter schaffte Bettina Haberstroh mit "Drago" (HSG Freiburg-Mundenhof) in 8,34 Minuten, Bester bei den Männern wurde Matthias Kleß mit "Bjuma" (VdH Königsheim) in 8,05 Minuten. Ruth Ehret und Markus Jackl legten die Sachkunde-Prüfung ab.

Der Vierkampf, auch als "Königsdisziplin" bezeichnet, wurde in drei Leistungsstufen ausgetragen. Im ersten Teil, dem Gehorsam, werden die Grundübungen ähnlich der BH wie zum Beispiel je nach Leistungsstufe Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz-, Platz- und Stehübung verlangt. Im zweiten Teil, dem Hürdenlauf, gilt es für den Hund und den Hundeführer mehrere bis zu 40 Zentimeter hohe Hürden im Parallel-Lauf zu überwinden. Bei der dritten Disziplin, dem Slalomlauf, werden auf einer bis zu 75 Meter langen Laufstrecke fünf Slalomtore gemeinsam durchquert. Ein Auslassen eines Tores wird mit Fehlerpunkten bewertet. Als vierte und letzte Disziplin werden beim Hindernislauf vom Hund acht Hindernisse, verteilt auf 75 Meter, bewältigt. Der Hundeführer sprintet die 75 Meter neben den Hindernissen ins Ziel. Auch hier bringt ein Auslassen eines Hindernisses Fehlerpunkte. Wolfgang Hornig mit "Sasu" (HF Spaichingen) erreichte bei den Männern im VK 3 die höchste Wertung mit 273 Punkten.

Am Nachmittag wurde es beim Mannschafts-Wettkampf CSC noch einmal richtig spannend. Acht Mannschaften gingen dabei an den Start. Die Mannschaft VdH Wyhl 2 belegte schließlich den ersten Platz gefolgt von der Mannschaft HSC Gamshurst 1 auf Rang zwei. Als Bewerter fungierte Stefan Schwonke, der von Wettkampfleiterin Gerda Kölblin sowie Milena Ernst und Lorena Ernst (Auswertung) unterstützt wurde. VdH-Vorsitzender Frank Ruf sorgte mit weiteren 19 Personen für einen reibungslosen Turnierhundesport-Wettkampftag.