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14. Juni 2012

Risikogebiet

Zecken haben Hauptsaison - Grundschule sagt Wald-Ausflug ab

Im Risikogebiet Baar haben die Zecken wieder Hauptsaison. Während bei manchen Menschen Sorgen aufkommen, sieht der Förster die Situation entspannter.

  1. Klein,aber gemein: die Zecke Foto: DPA

DONAUESCHINGEN (mvö). In der Bevölkerung herrscht ein erhöhtes Bewusstsein für die kleinen Plagegeister, denn der verhältnismäßig milde Winter und das feuchtwarme Wetter der vergangenen Wochen haben ihre Verbreitung noch begünstigt.

Einige Eltern sind alarmiert und verunsichert, ob sie ihre Kinder ohne Bedenken in den Wald lassen können. Kindergärten und Schulen, die seit einigen Jahren Waldtage veranstalten, bekommen diese Sorge zu spüren. An der Grundschule in Pfohren beispielsweise wurde kurzerhand das Ziel eines Klassenausflugs geändert. "Wir haben einen Ausflug in den Wald geplant. Eine Mutter äußerte Bedenken, dass es dort derzeit viele Zecken gibt. Das war der Lehrerin zu heikel", sagt Schulleiterin Claudia Weishaar. Statt in den Wald führt der Ausflug der Grundschule an den Riedsee.

Manfred Fünfgeld, Revierleiter des Stadtwaldes, gibt Entwarnung: "Die gefühlte Gefahr ist sicher größer als die tatsächliche Gefahr." Zwar seien die Zecken derzeit sehr aktiv, Fünfgeld bezeichnet die Zeckengefahr aber als überschaubar. Er warnt deshalb vor Panikmache. "Es wäre schlimmer, wenn die Kinder gar nicht mehr in den Wald gehen würden und so das Erlebnis in der freien Natur verpassen", sagt der Förster. Mit der richtigen Kleidung und einer anschließenden Kontrolle bestehe für Kinder kaum eine Zeckengefahr.

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So schützt sich der Waldkindergarten

Keine Alarmbereitschaft in der Zeckensaison herrscht beim Waldkindergarten Donaueschingen. In der Einrichtung auf dem Schellenberg verbringen die Kinder den ganzen Tag in der freien Natur: Sie tollen auf Bäumen, buddeln im Sand oder spielen zwischen Büschen und Sträuchern verstecken. "Die Eltern unserer Kinder nehmen das Thema Zecken sehr ernst, haben aber keine Panik, dass ihre Kinder gebissen werden", sagt Astrid Thies, eine der Leiterinnen. Die Eltern seien sensibilisiert, rieben ihre Kinder mit Zeckenöl ein, kleideten sie vorsorglich mit geschlossenen Schuhen, langen Hosen und Kopfbedeckung mit Nackenschutz ein und suchen ihre Kinder am Ende des Tages nach den Plagegeistern ab. "Ich habe eher das Gefühl, dass die Zecken um unseren Kindergarten in den vergangenen Jahren weniger geworden sind", sagt Astrid Peter.

Dem Donaueschinger Outdoorexperten Ulrich Höfer sind bei seinen Touren und Spaziergängen mit den Hunden in diesem Jahr schon einige Zecken aufgefallen. Trotzdem warnt auch er davor, einen großen Bogen um Natur und Wald zu machen. "Es wäre völlig verkehrt, aus Angst vor Zecken nicht mehr ins Grüne zu gehen." Er und sein Team starten mit heller Kleidung, geschlossenen Schuhen und mit einer Impfung in die Natur. Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis empfiehlt auch der Leiter des Gesundheitsamts Villingen, Burghardt Ehler, aus. "Wir raten allen dazu, die in der Landwirtschaft oder im Forst tätig sind und viel im Freien machen."

Autor: bz


3 Kommentare

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

14. Juni 2012 - 13:18 Uhr

Total durchgeknallt, die Panik und Hysterie scheint bei manchen Menschen kein Ende zu nehmen, wie in vielen Lebensbereichen.
Übrigens: Zecken können nicht beißen, die bohren sich in die Haut.

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Martens Martha

Registriert seit: 05.07.2012

Kommentare: 8

05. Juli 2012 - 20:49 Uhr

Man kann auch alles übertreiben. "statt in den Wald führt der Ausflug an den Riedsee" aha, und da gibt es keine Zecken??? Wie doof ist die Menschheit eigentlich? Zecken gibt's übrigens nicht nur im Wald, ich bin überhaupt nicht zeckenanfällig und hab mir meine Erste und bisher Einzige im heimischen Garten eingefangen und mein Sohn im Schwimmbad. Also am besten die Kinder einsperren!

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Peter Grieshaber

Registriert seit: 20.05.2012

Kommentare: 140

05. Juli 2012 - 21:27 Uhr

Eine hysterische Glucke kann heutzutage einer ganzen Klasse den Spass verderben, weil eine Lehrerin nicht über genügend Rückgrat verfügt, diesen Unfug abzuwehren.

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