Ein ergreifendes und bewegendes Klangerlebnis

Paul Berger

Von Paul Berger

Fr, 11. Mai 2018

Zell im Wiesental

Der Musikverein Atzenbach sowie der Männer- und der Spontanchor gaben ein Benefizkonzert / Der Erlös geht ans Hospiz am Buck.

ZELL-ATZENBACH (pbe). Danke sagen für die aufopfernde Arbeit, die das Lörracher Hospiz am Buck für die Menschen leistet, die dort behütet ihren letzten Lebensabschnitt verbringen – das wollten der Musikverein (MVA) und der Männerchor Atzenbach gemeinsam mit den Sängern des Spontanchors mit dem gut besuchten Benefizkonzert in der Pfarrkirche. Gemeinsam boten sie ein ergreifendes und bewegendes Konzert.

In ihrer Begrüßung erinnerte MVA-Vorsitzende Stefanie Waßmer an das leidvolle Schicksal einer jungen Musikerin aus den eigenen Reihen, die vor einem Jahr im Hospiz die letzten Tage ihres Lebens verbrachte. Peter Kiefer vom Spontanchor erzählte vom letzten gemeinsamen Besuch der Musiker im Hospiz: "Für uns alle war es eine sehr bewegende Begegnung". Der Idee des Musikvereins, die Arbeit der Einrichtung am Buck mit einem gemeinsamen Benefizkonzert zu unterstützen, haben nach den Worten von Stefanie Waßmer sowohl der Männerchor als auch der Spontanchor ohne Zögern zugestimmt. Und so wurde den Besuchern gemeinsam ein einmaliges und wunderschönes Klangerlebnis geboten, das die Bläser des Musikvereins mit Marc-Antoine Charpentiers ergreifendem "Prelude" eröffneten. "Überall soll Frieden sein"; dieser nachdenkliche Chorsatz von Pasquale Tibaut, vorgetragen vom Männerchor Atzenbach und von Arne Marterer am Klavier begleitet, erfüllte die Erwartungen der Besucher ebenso wie die folgenden Liedbeiträge, "Mich trägt mein Traum", und "Was wird morgen sein" sowie die festlichen "Klänge der Freude" aus der Feder des bekannten Komponisten und Kirchenmusikers Willy Trapp. Mit ihrer musikalischen Reise in "Celtic Crest" entführten Martin Thoma und seine Musiker die Besucher zunächst auf die grüne Insel Irland um anschließend, wunderbar begleitet von Vater Bernd Ruch auf dem Tenorhorn und seiner Tochter Marina auf der Querflöte, Peter Schads lockere Volksweise, "Grandfather’s Clock", zu zelebrieren. Gleichfalls beeindruckend war der Auftritt des Flöten-Quintetts in der musikalischen Darbietung von Antonin Dvoraks "Humoresque No. 7". Mit "The way of old friends do" , einem Song der legendären Poppgruppe ABBA und dem kraftvollen, mitreißenden Song von Udo Lindenberg, "Hinterm Horizont geht’s weiter", setzten die Musiker aus Atzenbach weitere musikalische Akzente.

Ergreifend auch die Lieder, die der Spontanchor unter der Leitung von Peter Kiefer beitrug. Geradezu persönlich waren ihre Grüße an die recht jung verstorbene Musikerin Miriam Schleith in dem Lied, "Mögen Engel dich begleiten" und "Lena’s Song – Fly with me". Ebenfalls einen Höhepunkt lieferte der Chor mit dem bekannten Songtext der frühen Sechziger, "I will follow". Eindrucksvoll und für die Beteiligten bewegend war der Schluss des Konzertes, als sich der Musikverein und die beiden Chöre unter der Leitung von Arne Marterer und Martin Thoma zu einem Orchester vereinigten. Mit ihren Liedern, "Über den Sternen" von Friedrich A. Flemming sowie Kurt Gäbles wunderbaren Melodien, "Möge die Straße uns zusammenführen" und "Wo Menschen sich vergessen", verabschiedeten sich Sänger und Musiker von ihren begeisterten Zuhörern.