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03. Februar 2012

Gemeinderat: "Nur Geldmacherei"

In Hochbehältern müssen UV-Anlagen für fast 200 000 Euro ausgetauscht werden.

  1. Im Todtnauer Hochbehälter Pfaffenberg (Foto) und fünf weiteren müssen die (funktionierenden) UV-Anlagen durch zertifizierte ersetzt werden. Foto: Stadt Zell

ZELL (jac). Es fiel den Mitgliedern des Zeller Gemeinderates sichtlich schwer, fast 200 000 Euro zu bewilligen, um funktionierende UV-Anlagen zur Trinkwasser-Aufbereitung durch zertifizierte UV-Anlagen zu ersetzen. Man kam aber nicht umhin, für 194 702 Euro den Auftrag zu vergeben, da die bestehenden Anlagen nicht mehr der Trinkwasserverordnung entsprechen.

Ausgetauscht werden die UV-Filter in den Hochbehältern Liebeck (Tiefbrunnenzuleitung), Pfaffenberg, Käsern, Gresgen, Silbersau und Mühlschau. Insgesamt gibt es in der Stadt 10 Anlagen, von denen drei schon umgerüstet wurden. Bei dieser Technik werden Keime durch ultraviolette Strahlen abgetötet, so dass keine Chemie zum Einsatz kommt. Wie der Vertreter des beauftragten Ingenieurbüros erläuterte, gibt es für die Umrüstung 60 Prozent Zuschuss. Die entsprechende Verordnung stammt aus dem Jahr 2007, seither werden landauf, landab die zertifizierten UV-Anlagen eingebaut. Es sei jedenfalls billiger, alles zu erneuern, statt die bestehenden Anlagen zu zertifizieren.

Alte Anlagen entsprechen nicht mehr der Trinkwasserverordnung

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Die Edelstahlbehälter der alten Anlagen, die nicht mehr verwendet werden dürfen, haben nur noch Schrottwert. "Das Wasser, das rauskommt, ist das selbe", meinte Bernd Schneider (CDU), der die Zustimmung verweigerte. Das sei doch alles nur Geldmacherei. "Wir haben keine andere Wahl", sagte SPD-Sprecher Thomas Kaiser.

Autor: jac