Gerhard-Jung-Tag: "Ankeschnitte" und "Schittlibiige"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 26. März 2016

Zell im Wiesental

Alljährlich wird an der Gerhard-Jung-Schule Zell an den Namenspatron erinnert / Mundartautoren waren zu Gast.

ZELL (BZ). Seit die Grund-, Haupt- und Werkrealschule Zell vor sechs Jahren zur "Gerhard-Jung-Schule" umbenannt wurde, wird alljährlich im März der "Gerhard-Jung-Tag" begangen. Immer im Wechsel werden in einem Jahr "schulintern" Gedichte und Geschichten sowie der Lebenslauf des Zeller Ehrenbürgers im Unterricht thematisiert.

Alle zwei Jahre wird der Tag ganz besonders gefeiert: Es werden Künstler, Dichter oder ganz allgemein "alemannische Muttersprachler" an die Schule eingeladen. Dieses Jahr war es am Tag vor den Osterferien wieder soweit, dass die Lehrer das Zepter aus der Hand gaben und die Bühne den eingeladenen Gästen überließen. Sabine Wuchner, Uli Führe, Heidi Zöllner, Markus Manfred Jung und Nicole Keilbach-Schmittel besuchten in zwei Schulstunden die Klassen 1 bis 10. Nicht nur Gerhard Jung, sondern auch das "Alemannische" waren Inhalt ihrer Beiträge. Während Markus Manfred Jung tatsächlich erlebte Anekdoten mit seinem Vater erzählte, gaben andere alemannische Schwänke, Geschichten und Gedichte zum Besten oder stellten alemannische Begriffe wie "Ankeschnitte", "Schittlibiige" oder den "Nachtchrab" vor.

Schulleiterin Renate Maier bedankte sich und überreichte kleine Präsente, die Muettersprochgsellschaft hatte die Aktion wieder finanziell unterstützt.