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28. Oktober 2014

Gut aufgestellt für die Zeller Fasnacht

Fastnachtsgesellschaft Zell tagte im "Löwen" / Mit erhöhten Sicherheitsauflagen wird gerechnet.

  1. Präsidium der Fastnachtsgesellschaft Zell mit Präsident Peter Mauthe, Vizepräsident Christoph Rudiger, Kassierer Thomas Mond, Schriftführerin Andrea Kiefer und den Zunfträten Ralf Wagner, Andreas Kiefer, Rainer Waßmer, Francesco Paternostro, Michael Bährle, Bernd Schneider. Foto: Kayser

ZELL (kay). In der bald 400-jährigen Zeller Fasnachtsgeschichte dürfte selten soviel "Einstimmigkeit" geherrscht haben wie am vergangenen Sonntag im "Löwen", wohin die Fastnachtsgesellschaft Zell zu ihrer jährlichen Hauptversammlung geladen hatte.

FGZ-Präsident Peter Mauthe begrüßte 38 Mitglieder. In seinem sehr zufriedenen Rückblick auf die letzte Fasnacht mit sensationellen Wagenbauten und prächtigen Kostümen, schlich sich auch eine Prise Wehmut ein, da nun der letzte Ölfte Ölfte in der alten Zeller Stadthalle naht. Zum Fasnachtsauftakt in zwei Wochen, bevor die Bauarbeiten beginnen, haben sich sowohl Landrätin Marion Dammann als auch Bundestagsabgeordneter Armin Schuster angekündigt.

Hinsichtlich einer alternativen Stätte für einen würdigen Ölfte Ölfte 2015 sei die FGZ am Ball, um die gewohnt tolle Atmosphäre mit dem gleichen Komfort gewährleisten zu können.

Als insgesamt gelungen wertete Peter Mauthe die Kappenabende, auch weil sich die Vogteien gegenseitig dazu besuchten. Der Preismaskenball sei umso wichtiger, seit die Hürus- und Vogteienbälle nicht mehr als Maskenbälle geführt werden können mangels Masken. Ausdrücklich lobend hervorgehoben wurde die Initiative des Fördervereins Fasnachtshuus um Altpräsident Helmut Mond, die unter anderem auch die Tradition der Maskenfertigung von den "Alten an die Jungen" weitergeben möchte.

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Ein gemeinsames, wichtiges Anliegen für den ganzen Vorstand der FGZ sei die Wahrnehmung der Fasnacht in der Öffentlichkeit. So wurde die Entscheidung, das Podium für den Hürus und das Präsidium am Latschariplatz aufzustellen, sehr positiv bewertet, da sich dort mehr Menschen aufhalten, als am Ende des Umzuges in der Wiesenstraße.

Das dramatische Unglück beim Schiibefüür in Gresgen im März diesen Jahres löste große Betroffenheit aus. Brutal sei den Vereinsvorständen vor Augen geführt worden, wie schnell sie sich strafrechtlichen Ermittlungen gegenüber sehen können. Die FGZ zieht daraus die Konsequenz, sämtliche Traditions- und Brauchtumsveranstaltungen neu zu überdenken und neu entwickelte Sicherheitskonzepte umzusetzen. Mauthe rechnet in Zukunft auch mit erhöhten behördlichen Auflagen, denen natürlich Rechnung getragen werden müsse. Er drückte seine Hoffnung aus, dass diese Auflagen nicht "ausufern", damit die unterschiedlichsten Veranstaltungen auch weiterhin leistbar sind. Die FGZ befindet sich diesbezüglich in Gesprächen mit der Stadt Zell. Zu dem Thema fand auch ein Abend zu speziellen Versicherungsfragen für Vereine statt.

Kassierer Thomas Mond berichtete von Licht und Schatten. Zwar sei im wirtschaftlichen Bereich ein Gewinn zu verbuchen gewesen, doch habe die FGZ 2014 erheblich in neue Kostüme investiert, unter anderem für den Hürus.

Wahlen: Peter Mauthe, seit sechs Jahren im Amt, wurde als Präsident einstimmig für zwei weitere Jahre gewählt. Miriam Schleith als Schriftführerin und Udo Bauer als Zunftrat stellten ihren Ämter zur Verfügung. Andrea Kiefer rückte als Schriftführerin nach, neu hinzu gewonnen werden konnten Ralf Wagner und Andreas Kiefer (Zunfträte für Wirtschaft/Bar), beides ehemalige Schrätteli.

Autor: vfqj