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29. Mai 2009

Gute Resonanz auf Themenabende

Freie Wähler Zell informierten über Gebührenstreit, Altersvorsorge, Land- und Forstwirtschaft

ZELL (BZ). Die zurückliegenden Info-Abende der Freien Wähler stießen laut Pressemitteilung auf gute Resonanz, die Vorsitzende Hannelore Vollmer konnte zahlreiche interessierte Bürger begrüßen. Beim Themenabend "Abgesichert im Alter?" wurde dargestellt, dass die gesetzliche Altersvorsorge alleine im Alter nicht mehr ausreicht.

Beim Info-Abend "Gebührenbescheide/Frisch- und Abwasser" erläuterte FW-Gemeinderätin Andrea Friedrich den Hintergrund der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten zwischen Freien Wählern und Verwaltung über die Gebührenkalkulation.

Sie legte gemeinsam mit Referent Dietrich Kuntz dar, dass die Stadt Zell auf Grund ihrer Bebauungsstruktur keine andere Wahl gehabt habe, als die gesplittete Abwassergebühr einzuführen, wenn sie weiterhin rechtmäßige Bescheide herausgeben wollte.

Inzwischen, so habe auch der städtische Rechtsanwalt Dr. Dirk Schöneweiss anlässlich einer Gemeinderatssitzung informiert, gebe es vom Verwaltungsgericht Freiburg ein ganz aktuelles Urteil, das die Splittung in allen Städten unabhängig von der Bebauungsstruktur vorgibt. Die Besucher des Themen-Abends "Land- und Forstwirtschaft/Regenerative Energie" wurden von Einar Decker, Ortschaftsrat der Freien Wähler aus Mambach, Ralf Kleissler, Ortschaftsrat der Freien Wähler aus Gresgen, sowie von Rolf Eichin und Peter Mayer sachkundig in die Thematik eingeführt. Rolf Eichin, Landwirt aus Gresgen, erläuterte die zahlreichen Probleme, die die aktuelle Wirtschaftslage für die Landwirte mit sich bringen. Dabei ist es nicht nur der sinkende Milchpreis, der den Bauern Sorgen bereitet. Eichin machte den Anwesenden eindringlich klar, welch wesentlichen Beitrag die Landwirtschaft zur Offenhaltung der Landschaft leistet. Ralf Kleissler ging näher auf die private und öffentliche Waldbewirtschaftung ein. Einar Decker, Forstingenieur (FH) und Mitarbeiter beim Forstamt, zeigte im Anschluss daran die zahlreichen Möglichkeiten auf, die private Waldbesitzer haben, um an öffentliche Fördermittel zu gelangen.

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Zu heftiger Diskussion führte der Unmut über den Zustand des Stadtwaldes vor allem im Bereich des Blauen in Richtung Pfaffenberg. Peter Mayer referierte sachkundig über die Möglichkeiten zur Aufrüstung alter Gebäude im Hinblick auf neueste Erkenntnisse zum Thema Energiesparen.

Im Anschluss an alle drei Abende ergab sich genügend Gelegenheit zum Gespräch mit den FW-Kandidaten für die bevorstehenden Gemeinderatswahlen. Dabei kamen immer wieder die Schwerpunkte zur Sprache, wie zum Beispiel die Sorge um die angespannte Finanzlage der Stadt, die Stärkung der Ortsteile und des Schulstandortes, die Zukunft der Wiesental-Klinik, und die Finanzierung der Schwimmbadsanierung.

Autor: bz