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12. Juni 2009
Hochstapelei in Mambach geplant
"Wüstenfloh"-Fahrerin baut "höchsten Reifenstapel der Welt"
ZELL-MAMBACH. Beim Mambacher Dorfhock wird es am 6. September 2009 als besondere Attraktion einen Rekordversuch fürs Guinness-Buch geben: "Den höchsten Reifenstapel der Welt" will Martina Fichte aus Schwanau auf dem Dorfplatz errichten. Mit ihrem "Wüstenfloh", dem vom Zeller KfZ-Team Wuchner umgebauten alten Fiat "Panda", fuhr sie im März in 18 Tagen 8000 Kilometer durch die Wüste nach West-Afrika, wo ihr erster Reifenstapelversuch am 13. März in der Sahara scheiterte.
Nachdem ein zweiter Versuch am 23. März in Bakau/Gambia (6,02 Meter) wegen einer Dokumentationslücke nicht anerkannt wurde, folgt nun der dritte Versuch in Mambach. Nach den guten Erfahrungen mit dem Zeller Sponsor ihrer Afrika-Rallye beschloss sie, hier nochmals ihr Glück zu versuchen. Felix Wuchner nennt als Zielmarke 8 Meter, dafür werden etwa 40 neue Pkw-Reifen besorgt.Nach ihrem Afrika-Abenteuer mit dem "Wüstenfloh", der in Zell rallyetauglich umgebaut wurde (wir berichteten), schwärmt Martina Fichte noch immer vom Bodenblech, das Sven Sütterlin für die Wüstenbedingungen angefertigt hatte, um die Ölwanne und den Motor vor Steinen und Sand zu schützen: "Ohne das wäre ich nie angekommen", versichert die quirlige 47-Jährige.
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Auf der Extremtour hat sie sieben Pannen überstanden und 10 Kilo abgenommen, den "Wüstenfloh" hat sie in Afrika für umgerechnet 500 Euro versteigert für einen guten Zweck: "Ich transportier jetzt Hühner, Kamele und Affen", steht auf der Martina Fichtes "verrücktester Homepage der Welt". Sonst wäre das Fahrzeug sicher beim Mambacher Dorfhock eine zusätzliche Attraktion geworden.
Für den Reifen-Rekordversuch hat Einar Decker, Vorsitzender der Feuerwehrmusik Mambach, die Zusage gegeben, nachdem die Stadt Zell eine Anfrage weiterleitete. "Wir machen es gerne", so Decker, denn der Dorfhock soll "nicht nur Blasmusik, Essen und Trinken" sein, sondern wird traditionell um ein besonderes Rahmenprogramm bereichert. Altes Handwerk wurde gezeigt oder ein Wettsägen veranstaltet .
"Noch nie da gewesen": Der höchste Reifenstapel der Welt soll nun am Sonntag, 6. September zwischen 15 und 17 Uhr entstehen. Bedingung ist, dass der Reifenstapel frei steht und die Reifen direkt übereinander gelegt werden. Eine Zeitvorgabe gibt es nicht, auch keine Begrenzung für die beteiligten Personen. Während sie in Afrika den Reifenstapel über eine Leiter in die Höhe wachsen ließ, will Martina Fichte es diesmal von einem Hubstapler aus schaffen, was mehr Präzision ermöglicht.
Es wird nicht ihr letzter Rekordversuch sein. Im Europapark schaffte die Rekordsüchtige im Dauerküssen 5000 Männer. Auch das Wasser ist ihr Element, zur Zeit arbeitet sie als Rettungsschwimmerin auf der Insel Sylt.
Informationen im Internet auf der Seite cwwr.info
Autor: Hermann Jacob
