Nachbarschaftshilfe

Schönauer stellen Narrenbaum für Zeller Fasnacht

Uli Merkle

Von Uli Merkle

Do, 12. Januar 2017 um 15:50 Uhr

Zell im Wiesental

Zwei Neuigkeiten zum 390-jährigen Jubiläum: Erstmals wird an einer Zeller Fasnacht ein Narrenbaum gestellt und zum ersten Mal gibt es einen ökumenischer Narren-Gottesdienst.

Mit dem Aufstellen des Narrenbaumes durch die Baumsteller der Narrenzunft Schönau beginnt offiziell das Freundschaftstreffen am Samstag, 21. Januar, um 17 Uhr. Der Narrenbaum ist ein Geschenk der Schönauer an die Zeller Fasnächtler. Da die Zeller einen sehr hohen Baum von ihren Narrenfreunden erwarten, wurde bereits vor Weihnachten neben dem Füürige-Marcher-Brunnen ein riesiges Fundament aus Beton gegossen, das dem mächtigen Baum genügend Standhaftigkeit geben soll.

Reine Muskelkraft

Die Schönauer Narrenzunft wird komplett mit ihren Baumsteller-Team anreisen und mit reiner Muskelkraft den Narrenbaum von der horizontalen in die vertikale Lage versetzten. Ein weiteres Novum ist der ökumenischer Narren-Gottesdienst, der am Sonntag, den 22. Januar 2017 um 10 Uhr in der katholischen Kirche St. Fridolin stattfinden wird und zu dem Fasnächtler im Häs nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich erwünscht sind.

Der Pfarrer ist selbst aktiver Fasnächtler

Abgehalten wird der Gottesdienst vom katholischen Pfarrer Frank Malzacher und dem evangelischen Pfarrer Uli Hense, der zurzeit als Vakanzpfarrer tätig ist. Pfarrer Hense ist selbst in seinem Heimatort Zell am Harmersbach aktiver Fasnächtler und Hästräger. Umrahmt wird der Gottesdienst von der inneren Abteilung der Stadtmusik Zell und den Latscharisängern. Inhaltlich befasst sich der Narren-Gottesdienst mit dem Thema "Was können Christen von der Fasnacht lernen". Man darf also auf einen besonderen Gottesdienst gespannt sein, der zeigen wird, dass die vermeintlichen Gegenpole Fasnacht und Narretei doch auch manches gemeinsam haben.

Mehr zum Thema: