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04. November 2010

Stimmgewalt der vereinigten Chöre

Eindrucksvolles Herbstkonzert des Gesangvereins Gresgen mit mehreren Gastchören im voll besetzten Bürgerzentrum.

  1. Beim Herbstkonzert des Gesangvereins Gresgen trug ein Gesamtchor unter Leitung von Horst Riedacher eindrucksvoll das Lied „Es löscht das Meer die Sonne aus“ vor. Foto: Wolfgang Grether

ZELL-GRESGEN. Bis auf den letzten Stuhl besetzt war das Bürgerzentrum in Gresgen beim Herbstkonzert des örtlichen Gesangvereins. Dies war wohl auch Grund für die gute Laune des Vorsitzenden Jürgen Schulze, der durch das Programm führte. Mit zwei Uraufführungen der Lieder "Im Herzen der Berge" und "Schön ist die Heimat" ließ Dirigent Horst Riedacher das abendliche Programm beginnen. Er selbst übernahm in "Handwerkers Abendgebet" den Part des Solisten.

Dass Dirigentin Rosa Homburger ihre Nordschwabener Männer im Griff hat, konnten die Zuhörer des Chores unter anderem bei der "Fröhlichen Welt" und dem "Jägerchor aus dem Freischütz" hören. Begleitet wurde der reine Männerchor von Brigitte Behringer am Klavier, deren musikalische Fähigkeiten auch der Gresger Chor schon beanspruchen durfte.

Mit besinnlichen und frohgemuten Stücken ließ Chorleiter Heinz Oswald die Damen und Herren des Gesangvereins Bürchau auf die Bühne. Während beim Stück "Musik ist die wie die Sonne" das Publikum inne hielt, sah man bei "Ich fang für euch den Sonnenschein" doch manche Gäste mitsingen. So sprang der berühmte Funke von der Bühne auf das Publikum über. Neben Gresgen stellte sich ein zweites Dorf aus dem Zeller Bergland mit seinem Männerchor vor. Mit sicheren, klaren und eindrucksvollen Stimmen verzauberten die Sänger aus Pfaffenberg die Anwesenden. Einfühlsam wurde die "Sehnsucht nach Virginia" präsentiert. Beim "Weg zurück nach Haus" einer Übersetzung des besser bekannten "Green Green Gras of Home" war die Ergriffenheit des Gesangs zu spüren. Dem Wunsch nach einer Zugabe konnte sich Dirigent Luthold Rümmele nicht widersetzen. Sein Dank war eine wunderbare Klavierbegleitung, die sich im Lied "Die Rose" förmlich in den Gesang schmiegte. Der Chor aus Riedlingen konnte Ehrendirigent Siegfried Bürgelin zu einem Engagement gewinnen. Den frischen Lebensmut hörten alle Anwesenden beim gleichnamigen Lied der Riedlinger. Besinnlich vom Ehrendirigenten am Klavier begleitet wurde "Amazing Grace", ein weit bekanntes geistliches Lied der englischen Sprache. Günther Enßle, ein im positiven Sinn akribischer Dirigentenarbeiter, versprühte seinen Charme zusammen mit den Sängern aus Vogelbach-Malsburg. Wieder einmal wurde deutlich, wie der Entertainer Enßle es versteht, sehr guten Chorgesang nicht nur den Zuhörern näher zu bringen, sondern diese auch in die Vorträge einzubinden. Echtes deutsches Liedgut wie "Freude in Ehren" wurde genau so dem Publikum präsentiert wie die Evergreens "Bajazzo" und "Über den Wolken".

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Den Abschluss des Gesangsabends gestaltete der Männerchor aus Todtnauberg unter der Leitung von Alfred Kaiser. Den Zauber Russlands ließ er Bei "Anuschka" erahnen. Den "Zauber der Musik" gestalten die Chormitglieder beim gleichnamigen Lied selbst.

Toll war die Idee der Sänger, einen Nachtwächter in das Programm zu integrieren. Dass dieser nicht nur als Schauspieler eingesetzt werden kann, sondern darüber hinaus eine wunderbare Stimme hat, davon konnten sich alle Anwesenden überzeugen. Zu einer eindrucksvollen Stimmgewalt versammelten sich alle Sänger gemeinsam unter der Leitung von Horst Riedacher beim Abschlussgesang "Es löscht das Meer die Sonne aus" und "Abendfrieden".

Der Abschluss des Abends blieb den Musikerinnen und Musikern aus Rohmatt vorbehalten. Flotte Marschmusik wechselte sich in ihren Vorträgen mit zarten Melodien ab. Ob beim "Fliegermarsch" oder bei "Herzensgrüßen" und den "Glücksternen" immer hatten die Rohmatter unter der Stabführung von Michael Becker das richtige Gefühl für Musik und Takt.

In abwechselnder Folge stellten sich die einzelnen Register als Solisten vor. Die jüngste Mitwirkende des Abends, Selina Kiefer, wurde bei ihrem Solo im Evergreen "Sterne" als Solistin gefeiert.

Autor: Wolfgang Grether