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05. November 2015

Vergänglichkeit und Neuanfang

Zeller Fasnacht startklar zum Ölfte Ölfte im neuen Atzenbacher "Spassi"-Freizeitpark / Hürus Klaus schlachtet "letschti bruni Sau" .

  1. Die letzte Mahlzeit vor dem Schlachten: Die „bruni Sau“ des Zeller Noch-Hürus Klaus wird mit einem Stück Bienenstich verwöhnt. Foto: Merkle

ZELL (BZ). Die Zeller Fasnacht steht kurz vor dem Ölfte Ölfte in den Startlöchern. Eine nicht ganz ernst zu nehmende Vor-Geschichte, sowie eine sehr ernste Mitteilung zum Vorverkauf des selbigen kam von Uli Merkle.

"So ä Sau, die hät’s guet …" singt unser Noch-Hürus Klaus de Chlampfer immer wieder gerne. Ganz so rosa sind die Zeiten für das Borstenvieh leider nicht. Denn alles hat einmal ein Ende, ein Sauleben genauso wie die Amtszeit eines Hürusses. Für beide, für die Sau und für Hürus Klaus, ist die Zeit abgelaufen. Während Hürus Klaus seinen Hut endgültig am Ölfte Ölfte nehmen muss, ist die Hürus-Sau bereits verschieden. Tragisch für beide.

Hürus Klaus hat zu seiner fasnächtlichen Hochzeit im Februar von der Gemeinde Mittelstadt eine echte "bruni Sau" erhalten, weil der Hürus in Fachkreisen als Erfinder des Trendgetränkes mit dem gleichen Namen gilt. Die "bruni Sau", an Fasnacht noch im Ferkel-Format, fand den Weg in einen Stall nach Gresgen, wo sie von der Hürus-Tochter Diana und Ralf Kleißler übers Jahr liebevoll aufgezogen und vor allem gut gefüttert wurde. Aber alles hat ein Ende.

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Nach einem leckeren Bienenstich als Henkersmahlzeit rückte jetzt der Metzger Manfred Rabl an und beendete jäh das Leben der inzwischen 155 Kilogramm schweren Sau (inklusiv dem Stück Bienenstich). Verwurstet wurde sie von Hürus Klaus höchstpersönlich. Über das Tränebänkle rückten die Mittelstädter zu Fuß in Gresgen an, um beim Schlachtfest mitzuessen und mitzufeiern.

Für die Mittelstädter stellte Daniel Srock in seiner Ansprache auf die Sau trocken fest, dass auch ihr Weg über Gresgen in den Himmel führte. Was man nicht ganz so stehen lassen kann, denn eigentlich lagen zu diesem Zeitpunkt die vortrefflich zubereiteten Schweineteile auf den Tellern der Mittelstädter. Aber trotzdem, Fasnacht hat immer mit Vergänglichkeit und Neuanfang zu tun. Und so sicher wie der Tod der Sau voraussehbar war, so sicher ist auch, dass die Zeller mit dem Ölfte Ölfte mit vollem Elan in die Fasnacht 2016 starten werden und ein neuer Hürus den Hut des alten tragen wird. Und ganz sicher ist auch, dass der neue Hürus nicht in die alte Stadthalle einmarschieren wird, denn die hat das Zeitliche ja auch gesegnet.

Vollkommen neu ist, dass der Ölfte Ölfte im "Spassi" Fun und Freizeitpark an der Bundesstraße in Atzenbach über die Bühne geht. Noch vor der eigentlichen offiziellen Eröffnung des Freizeitparks haben die Besucher des Ölften Ölften die Möglichkeit, ein närrisches Unterhaltungsprogramm im riesigen Innenbereich dieses neuen Vergnügungsparkes zu erleben. Dabei fungieren die zahlreichen Attraktionen und imposanten Einrichtungen quasi als Kulisse für den Fasnachtsauftakt und geben den Akteuren viele, bislang ungeahnte (Spiel-)möglichkeiten. Die Bewirtung erfolgt über den eigenen Gastronomiebereich des Freizeitparks.

Nur eines ist bislang völlig offen: Wer wird der neue Hürus sein? Wem wird Hürus Klaus de Chlampfer Zepter und Hut übergeben? Aber alles hat ein Ende – auch das Warten auf diese Antwort: Am Ölfte Ölfte wird das Geheimnis gelüftet.

Zeller "Ölfte Ölfte"

Die Eröffnung der Zeller Fasnacht 2016 findet mit dem Ölfte Ölfte am Samstag, 14. November, statt. Erstmals nicht in der Stadthalle, sondern im "Spassi"-Fun und Freizeitpark an der Bundesstraße zwischen Zell und Atzenbach.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 7. November, ab 8 Uhr im Fitness Center Z1, Schwarzwaldstraße 5. In der Folgewoche zu den üblichen Öffnungszeiten (auch am Sonntag).  

Autor: bz

Autor: mrl