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27. Mai 2009 14:36 Uhr
Geplante Wiese liegt im Wasserschutzgebiet
Zirkus muss zweimal aufbauen
So ein Zirkus um den Zirkus. Für die Mitarbeiter des "Afrikas Big Circus" gab es am Dienstag eine böse Überraschung. Obwohl das rund 1500 Menschen fassende Zirkuszelt gegenüber dem Emmendinger Freibad bereits stand hieß es von der Stadt: sofort Zelte abbauen.
Das Gelände, das der Zirkus von einem privaten Eigentümer angemietet hatte, liegt im Wasserschutzgebiet. Möglicherweise wurden die Zirkusleute vom Grundstückseigentümer nicht über die brisante Lage des Zeltplatzes informiert. "Solche Gebiete als Zirkusstadt mit Tieren und Fahrzeugen sowie Hunderten von Besuchern zu nutzen ist unmöglich", betonte Brigitta Weiher, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Als Ersatz wurde die Wiese auf dem Festplatz angeboten. Bereits um die Mittagszeit waren die Mitarbeiter dabei, das riesige Zirkuszelt abzubauen. "Wir leisten jetzt eine 24-Stunden Schicht damit die Premiere am Freitag um 15 Uhr stattfindet versprachen die Mitarbeiter mit einer heftigen Portion Wut aber auch Ehrgeiz im Bauch.
"Wer auf dem Hochseil arbeitet, muss auch mit Rückschlägen fertig werden", meint Juniorchef Hardy Weisheit. So ist kürzlich bei der Aufführung in Lörrach ein Elefant ausgebüchst. Dabei hat sich auf einem Spielplatz benommen, wie der Elefant im Porzellanladen und dabei mehre Laternenpfähle "umgenietet".
Der Ehrgeiz der Mitarbeiter mit Alltagswidrigkeiten fertig zu werden, hat sich gelohnt. Gestern gegen 11 Uhr stand das Zelt auf der Wiese beim Festplatz. Am Freitag um 15 Uhr ist Premiere auf dem Festplatz. Der Geruch von Popcorn, Zuckerwatte, Stalldung und ein wenig Chaos gehören genau so dazu, wie atemberaubende Akrobatik und herrliche Clown-Nummern. Eintauchen in das "Märchen von Tausend und einer Nacht", mit orientalischen Tänzerinnen, Lamas und Dromedaren verspricht der Patron des Hauses. "Miss Ashley", die Schlangenfrau scheint ein Mensch ohne Wirbelsäule zu sein.
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Familienunternehmen wie "Afrikas Big Circus" erfordern, dass jeder viele Jobs übernimmt. Juniorchef Hardy Weisheit tritt in der Rolle als Clown Rinaldo auf oder er präsentiert seine "Wüstenschiffe". Besonderes Aushängeschild sind die Darbietungen mit indischen und afrikanischen Elefanten. Sei es als Fußballstars oder als Sambaensemble, die Dickhäuter sind einfach die Publikumslieblinge. Einzigartig dürfte auch der Auftritt von handzahmen Zebras sein. Ein Riesenkänguru zeigt den Besuchern seine Künste in der Disziplin Weitsprung. Als weiteren Höhepunkt verspricht Hardy Weisheit die Hochseilkünste von Johann Traber mit seinen Töchtern Anna und Kathrina. Hoch in der Zirkuskuppel findet Familientreffen statt. Die beiden Artistenfamilien sind miteinander verwandt.
Autor: derg
