Zum Abschied gibt es ein Engelsbild

Hrvoje Miloslavic

Von Hrvoje Miloslavic

Mo, 16. Juli 2018

Wehr

Gemeindereferentin Barbara Heimpel verlässt Wehr.

WEHR. "Gehet hin in Frieden". Der im Lateinischen "Ite, missa est" lautende Entlassungsruf nach der katholischen Messfeier beinhaltet stets auch die Aufforderung zur Verkündigung von Gottes Heil und der Frohen Botschaft. Als entsprechend passend empfand Pfarrer Matthias Kirner das Tagesevangelium Markus 6, 7-3, das im gestrigen Sonntagsgottesdienst zur offiziellen Verabschiedung der Gemeindereferentin Barbara Heimpel gelesen wurde, die der Seelsorgeeinheit Wehr Auf Wiedersehen sagt und in Zell im Wiesental einen Neuanfang wagen möchte.

Die im Markusevangelium thematisierte Berufung passe sehr gut zum Dienst der scheidenden Gemeindereferentin, betonte Pfarrer Kirner in der Abschiedspredigt. Den Auftrag zur Sendung hätte Barbara Heimpel 18 Jahre lang in der Seelsorgeeinheit vorbildlich gelebt. Pfarrer Kirner verzichte auf eine Aufzählung der zahlreichen Aufgabengebiete, in denen Heimpel tätig war. Er erinnerte jedoch an ihre "besondere Herzensangelegenheit", die Vorbereitung auf die Erstkommunion, mit der sie den Kindern Jesus gezeigt habe. Bedauern über den Weggang Heimpels brachte auch das Gemeindeteam aus Schwörstadt zum Ausdruck. Peter Wisatzke sprach von einer Gemeindereferentin, die ihre Tätigkeit nicht als Beruf, sondern als Berufung verstanden habe. Die vielen schönen Erinnerungen, die Heimpel aus Wehr, Öflingen und Schwörstadt mitnehme, mögen ihr "an neuer Wirkungsstätte zur Inspiration werden", lautete der Wunsch Wisatzkes.

Welche Spuren und Eindrücke sie wohl hinterlassen habe, fragte sich Heimpel in ihren Abschiedsworten. Sie blicke zurück auf "viele Kontakte und intensive Prozesse". Heimpel dankte den Gemeindemitgliedern, dass diese mit ihr "ein Stück des Glaubensweges gemeinsam gegangen" seien. Der besondere Dank erging an Pfarrer Kirner für dessen Vertrauen, das ihr die Freiheit zur Gestaltung gegeben habe. Das als Abschiedsgeschenk überreichte Engelsbild nahm die Gemeindereferentin gerne entgegen. Gebe dieses doch das Vertrauen, dass "der Mensch im Labyrinth des Lebens nicht alleine ist", so Heimpel. Im Anschluss an den Gottesdienst bestand bei einem Stehempfang im Pfarrhof "unter’m Dächle" Gelegenheit, Grußworte zu sprechen und von der Gemeindereferentin Abschied zu nehmen.