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31. Januar 2017 11:40 Uhr

Verstärkung

Zusatzeinheit bleibt länger in Freiburg

Die 25 Frau und Mann starke Zusatzeinheit der Polizei wird nicht am 1. März abgezogen, sondern vorerst in Freiburg bleiben. Das hat Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) mitgeteilt.

  1. 25 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten sollen vorerst in Freiburg bleiben. Foto: Oliver Huber

Die nach Freiburg abkommandierte 25 Frau und Mann starke Zusatzeinheit der Polizei wird nicht am 1. März abgezogen, sondern vorerst in der Stadt bleiben. Das hat Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) mitgeteilt. Die zusätzlichen Kräfte waren Anfang Dezember vom Landesinnenminister nach Freiburg verlegt worden, um für mehr Polizeipräsenz auf der Straße und an Brennpunkten zu sorgen.

"Alle Menschen in Freiburg müssen sich mit einem guten Gefühl durch die Stadt bewegen können. Deshalb ist es wichtig, dass die zusätzlichen 25 Polizisten für mehr Polizeipräsenz vor Ort bleiben werden", schreibt die grüne Landtagsabgeordnete aus Freiburg Edith Sitzmann in einer am Dienstagvormittag veröffentlichten Pressemitteilung.

Vor zwei Wochen bei seiner Rede beim Neujahrsempfang der CDU vermied Strobl noch jede konkrete Festlegung, Nach Information der Freiburger Abgeordneten Sitzmann soll der Auftrag für die Zusatzeinheit nun jedoch verlängert werden. "Bis im Laufe des Jahres zusätzliche Kräfte fest vor Ort ankommen, wird die Zusatzeinheit bleiben", bestätigte Sitzmann die Zusage des Innenministeriums.

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"Ich bin zuversichtlich, dass
Freiburg vom Land bei neuen
Polizeistellen angemessen
berücksichtigt werden wird."
OB Dieter Salomon
Ein Schwerpunkt der grün-schwarzen Koalition gelte laut Sitzmann der Sicherheit im Land. "Für die Menschen in Freiburg ist es ein wichtiges und klares Signal, dass die Polizei dauerhaft personell aufgestockt wird und die zusätzliche Präsenz weiterhin gesichert bleibt", so Sitzmann. Die Freiburger Abgeordnete hatte sich für mehr Polizei vor Ort eingesetzt und sich mit diesem Anliegen an den Innenminister Strobl gewandt, der nun erneut positive Signale für Freiburg gesendet habe.

Oberbürgermeister Dieter Salomon meinte zur Nachricht aus Stuttgart: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Land bei der Neuverteilung der Polizeistellen Freiburg angemessen berücksichtigen wird – was wir ja schon seit Jahren fordern." Aufgrund der Überbelastung der Polizistinnen und Polizisten und dem derzeitigen labilen Sicherheitsempfinden der Bürgerschaft in Freiburg gehe daran einfach kein Weg vorbei, so der OB.

Auch Polizeipräsident Bernhard Rotzinger freut sich, dass das Zusatzpersonal länger bleibt. Damit verstetige sich die Unterstützung durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte für Freiburg. "Insbesondere sehen wir dies als ein Signal, dass die Neuverteilung der Stellen konkret in Angriff genommen wird", so Rotzinger. Wenn dabei die Belastung eine wichtige Rolle spiele, sei er sehr zuversichtlich, "dass wir eine spürbare, dauerhafte Verstärkung bekommen werden".

Freiburg hat bekanntlich die höchste Kriminalitätsrate im Land und liegt auch bei den Gewaltdelikten vorn.

Autor: Joachim Röderer