Zwei Firmen gaben Angebote für den Brückenbau ab

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Sa, 23. September 2017

Efringen-Kirchen

Ortsvorsteher Kiefer wagt keine Prognose, wann die neue Rote Brücke bereit steht, hofft jedoch auf einen zügigen Baufortschritt.

ISTEIN (vl). Die Rote Brücke – sanierungsbedürftig und deshalb abgerissen – wird in Istein als Fußwegverbindung zwischen historischem und neuem Ort sehr vermisst. Doch jetzt ist für Ortsvorsteher Franz Kiefer Land in Sicht. Alles müsse eben seinen ordnungsgemäßen Gang gehen, hält er fest, das brauche Zeit. Zudem hätten die Sommerferien Verzögerungen bei der Vergabe der Arbeiten mit sich gebracht. Er räumt ein, dass er wohl auch ein wenig zu optimistisch in seiner Einschätzung war, wie lange es bis zur neuen Fußwegbrücke dauern könnte.

Es seien verschiedene Berechnungen nötig gewesen, unter anderem, weil bei einer Brücke bestimmte Normen einzuhalten seien, schildert Kiefer. Dann habe man ein Planungskonzept erstellen und – als es vorlag – die Ausschreibung der Arbeiten vornehmen können. Vier Baufirmen hätten Interesse signalisiert, aber auch darum gebeten, die angedachte Ausschreibungsfrist von zwei auf vier Wochen zu verlängern. Mit Rücksicht auf Verzögerungen durch die Ferienzeit. Letztlich seien zwei Angebote eingegangen, eines davon sei annehmbar. Die Vergabe werde demnächst erfolgen. Auch die Fundamente seien ausgeschrieben, berichtet Franz Kiefer, dazu sei demnächst die Submission zu erwarten.

Eine Prognose darüber, wann die Brückenverbindung in Istein wieder hergestellt und benutzbar sein wird, wollte Kiefer nach den jüngsten Erfahrungen lieber nicht wagen. Die Brücke werde jedenfalls von der dann beauftragten Firma in deren Werk hergestellt und in einem Stück geliefert. Die Brücke werde aus Aluminium gebaut, wobei die Fläche, die begangen beziehungsweise mit Fahrrädern, Kinderwagen oder Rollatoren befahren wird, geschlossen und beschichtet und dadurch möglichst rutschfest sein soll. Die Gemeindeverwaltung habe zuerst an einen Gitterrost gedacht, erinnert Kiefer. Dieser aber, so habe der Ortschaftsrat befürchtet, werde bei feuchtem und gleichzeitig kaltem Wetter zur Rutschbahn. Deshalb habe man auf eine geschlossene Fläche gedrungen.

Im Juli war die schadhafte und laut Fachleuten nicht mehr sichere Brücke abgerissen worden. Daraufhin angesprochen, dass nicht jeder im Ort versteht, warum es mit dem Neubau so langsam geht, räumt Kiefer ein: "Das kann ich verstehen, auch mir geht es zu langsam." Er hofft nun, dass die Firmen zügig vorankommen und bittet um Verständnis: "Es gibt einfach einen formalen Weg, der bei jedem Bauvorhaben einzuhalten ist".