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14. Juni 2012

Zweifachpreis für Murger Fleiß

Mit MuRheNa und Herberge zum Fischbähren unter den Siegern des Innovationswettbewerbs 2012 des Kreises in Sachen Tourismus.

  1. Ehrung der Innovationspreisträger 2012: Christian Behringer (Bürgermeister Grafenhausen), Herbert und Beate Eller, Sebastian Herb, Adrian Schmidle (Bürgermeister der gastgebenden und zweimal ausgezeichneten Gemeinde Murg) und Landrat Tilman Bollacher (von links) Foto: Hrvoje Miloslavic

MURG. Zum dritten Mal wurde nun der Innovationspreis des Kreises Waldshut vergeben. Murg, allen voran Bürgermeister Adrian Schmidle, hatte dabei gleich doppelten Grund zur Freude. Die Gemeinde fungierte am Dienstagabend nämlich nicht nur als Gastgeber der Verleihungsfeier mit Landrat Tilman Bollacher. Mit dem Festort, dem anno 2009 eingeweihten Naturerlebnisbad MuRheNa, heimste Murg zudem auch einen der drei mit jeweils 2000 Euro dotierten ersten Preise ein.

"Tourismus – regional und innovativ": So lautete das Motto, unter das der Kreis den dritten Innovationswettbewerb gestellt hatte. Die Bedeutung des Bereichs Tourismus ergebe sich daraus, "dass dieser Wirtschaftszweig für unseren Landkreis über 30 000 Arbeitsplätze sichert", sagte Bollacher in seiner Begrüßungsrede. Die mehr als 400 000 Gäste in den Kreisgemeinden führten zu einem jährlichen Bruttoumsatz von 600 Millionen Euro. Beispielhafte Tourismuseinrichtungen und -projekte zu prämieren und zu würdigen, sei auch deshalb herausragend wichtig, weil attraktive und qualitativ gut aufgestellte Freizeitbetriebe die Finanzierung von Infrastruktureinrichtungen der Gemeinden überhaupt erst ermöglichten, so Bollacher weiter. Da zahlreiche Wirtschaftsbereiche der Region direkt oder indirekt von der Wertschöpfungskette des Fremdenverkehrs abhingen und profitierten, ist für Bollacher klar: "Tourismus geht uns alle an."

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Am Wettbewerb teilgenommen hatten heuer 24 Kommunen, Betriebe, Einzelpersonen und Gruppierungen. "Eine hervorragenden Resonanz", wie Bollacher befand. Neben dem Murger Erlebnisbad, dessen Barrierefreiheit, vielfältige Ausstattung und Wasserreinigung "ohne Chemie auf biologisch-mechanische Weise" gewürdigt wurden, bekamen die Schwarzwaldimkerei und Brennerei Herb aus Bonndorf und der Schiesselhof von Beate und Herbert Eller in Grafenhausen einen ersten Preis zuerkannt von der Jury, in der neben Bollacher unter anderen die Kreisräte Joachim Tröndle, Dieter Schwandt, Lothar Schlageter und Hans Eugen Tritschler saßen.

Zweite Preise gehen auch nach Laufenburg und Bad Säckingen

Einen zweiten Preis und damit jeweils 500 Euro gab es für vier Projekte, wobei erneut Murg mit der Herberge zum Fischbähren am Rheinufer berücksichtigt wurde. Daneben reüssierten die barrierefreie Stadtführung in Laufenburg, das "Rad-inklusive"-Pauschalangebot von Bad Säckingen und die Wanderberatung Wutachschlucht des Schwarzwaldvereins Bonndorf. Sechs Projekte bekamen einen dritten Preis, zehn einen Anerkennungspreis, so dass niemand leer ausging. Einen Sonderpreis außer Konkurrenz gab es für den Südschwarzwald-Radweg, der e zwar qualitativ die Jury überzeugen konnte, jedoch nicht die offiziellen Kriterien des Innovationswettbewerbs erfüllte.

Murgs Rathauschef Schmidle ließ in seinen Grußworten keinen Zweifel, dass die Gemeinde ihre Möglichkeiten im Bereich des Fremdenverkehrs voll auszuschöpfen gewillt ist. Mit dem MuRheNa, dem Kanuverleih Denz, dem Rheinuferradweg, den Kutschfahrten Behringer, dem kürzlich eröffneten Wohnmobilstellplatz sowie der "wild-romantischen Schönheit des Murgtals" habe die Gemeinde bereits ein ansehnliches Freizeit- und Tourismusangebot zu bieten, so Schmidle. Große Hoffnungen verknüpft er mit dem Bau der A 98 und der für August/September vorgesehenen Freigabe des Abschnitts von Hauenstein bis Murg-Rothaus . "Eine große Chance für Murg", so Schmidle, der mit der zu erwartenden Entlastung der Ortsdurchfahrt mit derzeit 17 000 Fahrzeugen täglich den Weg frei sieht für die (Neu-)Gestaltung der Ortsmitte.

Alle Preisträger im Internet unter http://www.landkreis-waldshut.de (Kultur und Tourismus/Innovationspreis 2012)

Autor: Hrvoje Miloslavic