Zweimal Widerspruch zu Kesslergrube

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Mi, 17. Dezember 2014 um 16:13 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen möchte gegen die Genehmigung der Einkapselung von Perimeter 2 der Kesslergrube vorgehen. Auch der BUND und die Schweizer Nachbargemeinde Riehen schließen sich dem nun an.

GRENZACH-WYHLEN / RIEHEN (dor). Die Gemeinde bekommt Unterstützung bei ihrem Widerspruch gegen den positiven Sanierungsbescheid des Landratsamts in Sachen Einkapselung der Kesslergrube durch die BASF. Wie Herwig Eggers, der Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom Dienstag bekannt gab, wird auch der BUND Widerspruch einlegen. Eggers dankte der Gemeinde für ihren Widerspruch und zollte dem Gemeinderat und der Verwaltung Respekt. Bei der vom Landratsamt genehmigten Sanierungsvariante passiere letztlich nichts. Mit einem Blick auf die anwesenden Jugendlichen sagte Egger: "Und bezahlt wird später von den folgenden Generationen." Eggers kritisierte abseits der Sitzung, dass trotz der Weihnachtszeit die Frist für einen Einspruch nach einem Monat, also am 2. Januar, ende. Mitglieder des BUND würden nun die Weihnachtszeit damit verbringen, den Widerspruch fristgerecht auf den Weg zu bringen.

Ebenfalls am Dienstagabend getagt hat der Gemeinderat Riehen, der ebenfalls beschlossen hat, "Widerspruch gegen die unvollständige Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen einzulegen", wie die Schweizer Nachbargemeinde mitteilte. "Ergeht kein Widerspruch gegen diese Verfügung, würde BASF die Kesslergrube nur einkapseln und nicht nachhaltig sanieren", heißt es in der Presseinformation. Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, Tobias Benz, und Regierungsrat Christoph Brutschin, Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, hat der Gemeinderat entschieden, Grenzach-Wyhlen in seinem Widerstand zu unterstützen und Widerspruch einzulegen.

Benz begrüßt die Entscheidung sowohl des BUND als auch des Riehener Gemeinderats.