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10. Juli 2014

Zwischen Blues und Swing

Das Kunstforum Georg-Scholz-Haus beschäftigt sich mit seiner Zukunft und feiert Sommerfest.

  1. Hans Schweizer (Posaune, Mundharmonika und Gesang), „Meggi“ Patay (Gitarre) und Martin Hess (Bass) unterhielten die Besucher des Sommerfestes. Foto: Ernst Hubert Bilke

  2. Roland Krieg, zuletzt Beisitzer, wurde als Nachfolger von Jobst Schneider in den Vorstand gewählt. Andrea Kienzle löst die zurückgetretene Beisitzerin Uschi Breithaupt ab. Helga Bauer besetzt den frei gewordenen Beisitzerposten von Krieg. Foto: Fotos: Ernst Hubert Bilke

WALDKIRCH (ehb). Nach einer guten ersten Halbzeit des Jahres ging das Georg-Scholz-Haus-Kunstforum am Sonntag nach dem Sommerfest in die Sommerpause. Drei Tage zuvor fand die Jahreshauptversammlung des Kunstforums statt.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung wurde an den am 17. Mai verstorbenen Vorsitzenden Jobst Schneider erinnert. Volker Lindemann würdigte ihn als "Multitalent, großen Musiker und überragenden Künstler", von dem das Kunstforum viel profitiert und der Kontakte zu wichtigen Künstlern geknüpft habe.

Da Beisitzerin Uschi Breithaupt aus persönlichen Gründen zurückgetreten war, standen somit mehrere Nachwahlen an: Roland Krieg, bisher Beisitzer, wurde als Nachfolger von Jobst Schneider in den Vorstand gewählt. Seinen Beisitzerplatz nimmt künftig Andrea Kienzle ein und als weitere Beisitzerin wurde Helga Bauer gewählt. Andrea Kienzle stellte sich als Mitorganisierende der Waldkircher Kulturwoche, Helga Bauer unter anderem als Illustratorin von Kindergeschichten vor. Roland Krieg ist Fotograf.

Vorsitzender Volker Lindemann berichtete von der "sehr fruchtbaren Zusammenarbeit" mit der Musikschule Waldkirch. Als Pilotprojekt wird das Georg-Scholz-Haus von rund 70 Schülern der Musikschule seit September 2013 mitgenutzt. Das Pilotprojekt endet im August diesen Jahres. Volker Lindemann wünscht sich eine Verlängerung des Projektes. Der Mietvertrag des Kunstforums für das Georg-Scholz-Haus endet zum Jahresende. Ein letztes Mal hat das Kunstforum eine großzügige Spende der Familie Sick erhalten. Der Tod der Sponsorin Waltraud Sick hinterließ eine Lücke.

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Obwohl im Blick auf die zweite Jahreshälfte noch viele Fragen zur Zukunft des Kunstforums ungeklärt sind, ist die Tätigkeit des künstlerischen Beirates zur Planung weiterer Ausstellungen ungebrochen in vollem Gang. Volker Lindemann kündigte wiederholt an, für eine weitere Amtszeit bei der nächsten Mitgliederversammlung nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Renate Breithaupt berichtete vom stabilen Kassenstand. Die Mitgliederzahl stagniert um 85 Mitglieder. Kontrovers wurde eine Erhöhung des seit 2003 konstanten Mitgliedsbeitrages diskutiert und schließlich beschlossen, dass der künftige Jahresbeitrag für Einzelpersonen 40 Euro und der für Paare 50 Euro beträgt. Roland Burkhart regte an, einen ermäßigten Beitrag unter sozialen Gesichtspunkten zu bedenken. Die Zukunft der Schreibnacht, die Roland Burkhart ins Leben gerufen hat und die, so Lindemann, "sich zu einem Erfolgsmodell und einer großen Bereicherung unserer Begleitprogramme entwickelt hat", erscheint gesichert, weil aus dem Kreis der schreibenden Teilnehmer eine Autorin sich bereit erklärt hat, die geschriebenen Beiträge zu sammeln und ein externer Layouter ist bereit, auch mit Helga Bauer das Schreibnachtheft zu gestalten.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurde zum Sommerfest am Sonntag eingeladen, für das diesmal erstmals Eintritt verlangt wurde. Bisher sei das Sommerfest ein Dankeschön für das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Mitgliedern durch Ausstellungsbegleitung gewesen und keine "kostenpflichtige Veranstaltung", so ein Einwand in der Diskussion dazu. So wurde die Vorfreude auf den Auftritt von Hans Schweizer (Posaune, Mundharmonika und Gesang), "Meggi" Patay (Gitarre) und Martin Hess (Bass) am Sonntag durch die Ankündigung wegzubleiben etwas getrübt.

Mit einem "Kunstforum-Blues" und weiteren Stücken begeisterten die drei Musiker die Sommerfestbesucher. Viel Applaus gab es für ihre Hommage an das Publikum "Bei uns seid Ihr schön" nach dem Song "Bei mir bist Du schön", der 1938 durch die Andrews Sisters bekannt wurde. Das Original wurde 1932 von Shalom Secunda (1894-1974; Musik) und Jacob Jacobs (1890-1977; Text) für ein jiddisches Musical geschrieben.

Ab 21. September geht es weiter mit der Sonderausstellung "GSH-regional": Künstler aus dem Elztal werden ihre Werke ausstellen.

Autor: ehb