Zwischen Mensch und Maschine: Erik Jäähalli spielt am Samstag ein Live-Set im White Rabbit

Bernhard Amelung

Von Bernhard Amelung

Do, 08. November 2018 um 17:10 Uhr

Nachtleben (fudder)

Erik Jäähallis Musik lebt von Spontaneität und von Zufallswahrscheinlichkeiten. Am Samstag spielt der Elektronikmusiker ein Live-Set auf der Warning-Party im White Rabbit.

Die Augen liegen versteckt hinter dunklen Brillengläsern. Den Kopf ziert ein Phantasiehut, der tief in die Stirn gezogen ist. Er habe sich verändert, seit er berühmt geworden sei. So kommentiert ein Nutzer auf Facebook Erik Jäähallis Profilbild. Es zeigt das Etikett von "Skogens Tårar", einer Schallplatte, die der schwedische Produzent und Elektronikmusiker 2017 auf Börft Records veröffentlicht hat.



Dessen Betreiber, Jan Svensson und Johan Sturesson, haben seit der Gründung im Jahr 1987 den Anspruch, rohe, schroffe und unverfälschte Musik zu veröffentlichen, die sich den Schubladen Techno, Elektro, Minimal Synth, Ambient und Experimentalmusik genauso entzieht, wie sie dort zu verorten ist. Sie ist nicht festlegbar. Die Produzenten pflegen jeweils einen eigenwilligen Stil.



So auch Jäähalli, der in der südschwedischen Stadt Helsingborg aufgewachsen ist. Seine Stücke nimmt er im sogenannten One-Take-Verfahren auf, in einem einzigen Durchgang ohne Nachbearbeitung. Sie leben von Spontaneität und Zufallswahrscheinlichkeiten, von der Interaktion des Produzenten und Musikers Jäähalli mit seinen analogen Synthesizern und Drumcomputern. So heißt auch sein Debütalbum, das im April dieses Jahres auf In City and In Forest erschienen ist, ganz passend "The Human Interface" – die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.



Bleibt abschließend noch die Frage nach der Berühmtheit. Auf Facebook antwortet Jäähalli mit lachenden Gesichtern. Etwas Humor hat der sonst oft so ernsthaften Techno-Szene noch nie geschadet.
  • Was: Warning w/ Erik Jäähalli, Klex, AA
  • Wann: Samstag, 10. November 2018,23 Uhr
  • Wo: White Rabbit

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