21 699 dürfen am Sonntag wählen

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Sa, 25. Mai 2019

Emmendingen

Bei den Kommunalwahlen treten 54 Frauen und 88 Männer auf sieben Listen für 26 Sitze im Emmendinger Gemeinderat an.

EMMENDINGEN. Am Sonntag haben die Bürger wieder die Qual der Wahl: 21 699 Emmendinger im Alter von über 16 Jahren, darunter 1188 EU-Bürger, bestimmen bei der Kommunalwahl über die Sitzverteilung im Gemeinderat, in den Ortschaftsräten und im Kreistag. Zeitgleich mit den Europawahlen sind die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Für den Gemeinderat treten 142 Bewerber auf erstmals sieben Listen an – 54 Frauen und 88 Männer.

Wer steht zur Wahl?
Für den Gemeinderat haben sieben Listen Wahlvorschläge eingereicht. Die bereits im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Freie Wähler und FDP haben jeweils 26 Kandidatinnen und Kandidaten für den Stimmzettel gemeldet – so viele wie Sitze zu vergeben sind. Neu zur Wahl stellen sich mit jeweils sechs Bewerbern Die Partei und die Liste Zukunft.

Wie wurde vor fünf Jahren gewählt?
Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 waren die Grünen die großen Gewinner. Sie landeten mit 24,7 Prozent nur knapp hinter der CDU, die 25,8 Prozent erzielte. Beide Fraktionen zählten bis zum Wechsel von Klaus Pleuler zur CDU sieben Sitze. Die SPD holte mit 24,3 Prozent sechs Mandate, die Freien Wähler mit 16 Prozent vier und die FDP kam auf 9,2 Prozent (2 Sitze). Die Wahlbeteiligung lag bei 46,8 Prozent – ein Tiefstand.

Wo wird gewählt?
Auf der Wahlbenachrichtigungskarte steht das zuständige Wahllokal. Es gibt insgesamt 15 Wahlbezirke, die in Meerwein-Kinderhaus, Rathaus, Markgrafenschule, Fritz-Boehle-Schule und in den Ortschaftsverwaltungen untergebracht sind. Dazu wurden sechs Briefwahlbezirke eingerichtet. Den gelben Stimmzettel für die Gemeinderatswahl, die orangenen für die Ortschaftsräte und die grünen für den Kreistag haben die Wahlberechtigten bereits zugestellt bekommen. So können sie in Ruhe zuhause ausgefüllt werden, um Wartezeiten im Wahllokal zu vermeiden. Der Stimmzettel soll zusammen mit der Wahlbenachrichtigungkarte ins Wahllokal mitgebracht werden – auch wenn er erst dort ausgefüllt wird. In den Wahllokalen wird nur eine begrenzte Anzahl von Ersatz-Wahlunterlagen vorgehalten. Die Stimmzettel für die Europawahl gibt es direkt vor Ort. Hier hat jeder Wähler nur eine Stimme.

Die Zahl der Briefwähler hat übrigens deutlich zugelegt: 4195 Emmendinger haben bis Freitag Briefwahl beantragt. Mit 19,32 Prozent sind das fast doppelt so viele wie 2014 (11,52 Prozent).

Wann liegt das Ergebnis vor?
Definitiv erst im Laufe des Montags. Am Sonntag wird im Rathaus nur das Ergebnis der Europawahl ausgezählt und an den Landeswahlleiter weitergeleitet. "Die Urnen mit den Stimmzetteln zur Kommunalwahl werden versiegelt und in einem Tresorraum untergebracht und bewacht", so Wahlleiter Uwe Ehrhardt. Am Montag gehen die 168 Wahlhelfer – neben städtischen Bediensteten auch viele ehrenamtliche Helfer – dann frisch ans Werk. Die Ergebnisse werden am Montag ab 8.30 Uhr fortlaufend auf der städtischen Homepage http://www.emmendingen.de bekannt gegeben und aktualisiert.

Wie geht’s danach weiter?
Die offizielle Feststellung des Wahlergebnisses erfolgt am Mittwoch, 29. Mai in einer Sitzung des Gemeindewahlausschusses, die um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses beginnt und öffentlich ist. Die neugewählten Stadträtinnen und Stadträte treten ihr Amt am 23. Juli an. Bis dahin bleibt das aktuelle Gremium für die laufenden Beschlüsse und Geschäfte politisch verantwortlich.

Alle Kandidatenporträts unter http://mehr.bz/kandidaten2019; Aktuelle Ergebnisse der Wahl ab Sonntag unter http://mehr.bz/ergebnis2019 und auf http://www.emmendingen.de