400 Tonnen Müll mussten während der Basler Fasnacht weggeräumt werden

sda, bz

Von sda & BZ-Redaktion

Do, 14. März 2019 um 12:37 Uhr

Basel

Der Regen und der Schnee haben den Müll bei der Basler Fasnacht durchnässt und schwerer gemacht. Die Blaulichtorganisationen bilanzieren eine "sehr ruhige" Fasnacht.

Die Stadtreinigung des Tiefbauamtes Basel-Stadt räumte während der Fasnacht 2019 insgesamt 405 Tonnen Räppli, wie die Basler Konfetti nennen, und andere Fasnachtsabfälle weg. Dieser hohe Wert – 2018 waren es nur 240 Tonnen –, der 1,62 Tonnen pro Mitarbeiter entspricht, sei dem starkem Regen und Schnee geschuldet, heißt es in einer Pressemitteilung des Bau- und Verkehrsdepartements vom Donnerstag.

Die Stadtreinigung war während der "drey scheenschte Dääg" im Großeinsatz. Nach dem Cortège am Montag- und Mittwochabend, zwischen 18 und 23 Uhr, führte sie jeweils auf der Hauptachse zwischen Aeschenplatz und Messeplatz sowie auch am Dienstag- und Mittwochmorgen um 4 Uhr in der ganzen Innenstadt Spezialreinigungstouren durch.

Am Donnerstag, pünktlich ab 4 Uhr nach dem Ändstreich, erledigten rund 250 Personen mit rund 120 Fahrzeugen eine Endreinigung. Besondere Vorkommnisse haben es nicht gegeben bei den Arbeiten, die in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei, den Basler Verkehrs-Betrieben, der Polizei und den übrigen Abteilungen des Tiefbauamtes sowie auch mit Unterstützung durch Gewerbebetriebe und in Absprache mit dem Fasnachts-Comité bewältigt wurden.

Schlägereien und verlorengegangene Kinder

Die Blaulichtorganisationen des Kantons Basel-Stadt ziehen eine positive Bilanz: Die Basler Fasnacht 2019 sei vergleichsweise "sehr ruhig" verlaufen. Gröbere Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Langweilig wurde den Mitarbeitenden von Polizei und Sanität aber nicht, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartements mitteilt. So wurden der Polizei rund ein Dutzend Schlägereien und Streitigkeiten gemeldet.

Zur Anzeige gebracht wurden zehn Diebstähle. Abhandengekommen waren unter anderem eine Larve, eine Trommel und ein Piccolo. Zudem musste sich die Polizei auf dem Posten um insgesamt 29 Kinder kümmern, die während den drei Fasnachtstagen ihre Begleitperson verloren hatten.

Eine Person musste gar eine ganze Nacht auf dem Polizeiposten verbringen und dort ihren Rausch ausschlafen. Übermäßiger Alkoholkonsum erforderte auch diverse Einsätze der Sanität, die in Zusammenhang mit der Fasnacht rund 40 mal ausrücken musste, auch wegen Stürzen sowie medizinischen Problemen.