96 000 Euro für die Wehratalbahn

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 08. Mai 2021

Wehr

Landesministerium unterstützt die Machbarkeitsstudie mit Fördergeldern.

(BZ). Das Landesministerium für Verkehr hat ein neues Förderprogramm zur Erstellung von Machbarkeitsstudien für die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken in Baden-Württemberg aufgesetzt. Nun wurde dem Landkreis Waldshut, als ersten Antragsteller, ein Zuschuss in Höhe von jeweils rund 96 000 Euro für die Untersuchung der 19,7 Kilometer langen Wehratalbahn und eines 17,4 Kilometer langen Streckenabschnitts der Wutachtalbahn bewilligt.

Damit trägt das Land Baden-Württemberg 75 Prozent der Kosten, die für die Erstellung der geplanten Machbarkeitsstudien anfallen. Wehr hat bereits eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller hat diese im vergangenen Sommer Landesverkehrsminister Winfried Hermann überreicht. In der Studie kommt der Nahverkehrsexperte Ulrich Grosse zum Schluss, dass eine Reaktivierung der Bahnlinie von Schopfheim über Wehr nach Bad Säckingen großes Potenzial hätte. Laut Studie könnten täglich bis zu 12 000 Menschen ein Nahverkehrsangebot auf der Strecke nutzen, das zudem in ein landkreis- und länderübergreifendes Ringzugkonzept eingebunden werden könnte.

Im Zusammenhang mit der Machbarkeitsstudie sollen jetzt sowohl das Fahrgastpotenzial vertieft untersucht, als auch die zu erwartenden Investitions- und Betriebsaufwendungen ermittelt werden.

Verkehrsminister Winfried Hermann wertete das rege Interesse der Kommunen an dem Förderangebot des Landes als wichtigen Schritt in Richtung Verkehrswende: "Die Landkreise Waldshut und Lörrach haben nach der Bekanntgabe der neuen Fördermöglichkeiten für Machbarkeitsstudien zügig die Initiative ergriffen. Das treibt die Reaktivierungen der Wehratalbahn zwischen Schopfheim und Bad Säckingen engagiert voran", heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums.

Landtagsabgeordneter Niklas Nüssle äußerte ebenfalls seine Freude über den Förderbescheid.