"Der Aargau rüstet sich für die Zukunft"

sda

Von sda

Mo, 22. Juli 2019

Aargau

Kanton will Dienstleistungen digitalisieren / Bedürfnisse der Bevölkerung und Unternehmen im Fokus.

AARAU (sda). Die Aargauer Kantonsverwaltung will ihre digitalen Angebote, Dienstleistungen und internen Abläufe unter dem Schlagwort "SmartAargau" in den nächsten Jahren ausbauen. "Der Aargau rüstet sich für die Zukunft", skizzierte Landammann Urs Hofmann dieser Tage das Digitalisierungsprojekt. Bestehende Angebote, die den Austausch mit der Bevölkerung, Unternehmen und den Gemeinden einfach, sicher und bruchlos gewährleisteten, würden erweitert und ausgebaut. Nach Worten Hofmanns hält der Aargau Schritt mit den Möglichkeiten, sich als Industrie- und Hightech-Kanton weiterzuentwickeln.

Mit dem Programm "SmartAargau" will die Regierung nach eigenen Angaben den digitalen Wandel in der kantonalen Verwaltung aktiv mitgestalten. Es gehe um tiefgreifende Veränderungen – vor allem auch für die Arbeitsweise der Mitarbeiter und die ganze Verwaltung. Dort müsse es zu einem Kulturwandel kommen – hin zu modernen Arbeitswelten und zu neuen Zusammenarbeitsformen, sagt Finanzdirektor Markus Dieth. Bevölkerung und Unternehmen erwarteten, dass die staatlichen Dienstleistungen und Informationen orts- und zeitunabhängig zur Verfügung stünden. Beim Datenschutz sieht Dieth ein Spannungsverhältnis zwischen Innovation und Sicherheit. Technische und organisatorische Maßnahmen würden die Speicherung und den Austausch von Daten sowie die Zugriffsrechte sicherstellen. Der Aargau habe sein Datenschutzgesetz den Vorgaben der Schweiz und der EU angepasst.

Der Kanton hat bereits erste Digitalangebote. So ist das Amtsblatt seit 2012 nur noch online zu lesen. Diesen Monat löst es eine elektronische Publikationsplattform ganz ab. Dort werden Amtsnachrichten einzelnen publiziert und können täglich aktualisiert werden. Bereits möglich ist, einen Termin beim Passamt online zu buchen; auch in der Kfz-Zulassung wird schon mit App gearbeitet. Es ist auch möglich, via Twitter und Facebook mit der Verwaltung zu kommunizieren. Eine Erfolgsgeschichte ist der digitale Lehrstellennachweis: Er ist seit Jahren die am meisten aufgerufene Applikation im kantonalen Webauftritt. Maßgebend bei der Weiterentwicklung staatlicher Dienstleistungen seien die Bedürfnisse der Bevölkerung und Unternehmen, betont Staatsschreiberin Vincenza Trivigno. Digitale Lösungen hätten Vorrang vor analogen.