Azubi-Leben

Abenteuer Job-Start-Börse

Maurice J.

Von Maurice J.

Fr, 01. Februar 2019 um 15:55 Uhr

Azubi-Leben

Wie jedes Jahr standen auch im Oktober 2018 wieder die sogenannten Satelliten Job-Start-Börsen an. Nachdem sich im vergangenen Jahr Volkan und Maren dem Projekt gewidmet hatten, übernahmen dieses Jahr Eric und ich (Maurice) die Organisation für die BZ. Zwar lief vom Organisatorischen alles gut, dafür gab es aber fast täglich verrückte Stories, mit denen wir uns auseinander setzen mussten.

Aber beginnen wir erst einmal mit dem Organisatorischen. Auf insgesamt neun Job-Start-Börsen in einem Zeitraum von zwei Wochen mussten wir uns vorbereiten, Waldkirch, dann Emmendingen, Tititsee-Neustadt, Müllheim und zum Schluss Endingen. Die Organisation dafür begann knapp einen Monat davor mit der Personalplanung. Da es zu jeder Börse (außer Titisee-Neustadt) jeweils eine Abend- und Tagesveranstaltung gab, waren wir auf die Mitarbeit aller Azubis angewiesen. Das war natürlich kein Problem und recht schnell stand de Teameinteilung.

Nachdem wir in den letzten Jahren mit unserer Zeitungs-Werf-Aktion immer wieder mit Fehlwürfen in unseren und die benachbarten Stände zu kämpfen hatten, überlegten wir uns ein neues Spiel, um Interessierte an den Stand zu locken. Das sollte ein Holz-Puzzle im Zeitungsseitenlayout der Badischen Zeitung werden, in welchem die verschiedenen Puzzleteile Anzeigen von uns BZ-Azubis sein sollten. Neben der Personalplanung und der neuen Aktion mussten wir außerdem das Equipment reservieren, Zeitungen bestellen, einen Transporter mieten und die Standplanung erledigen.

Pünktlich zur ersten Job-Start-Börse in Waldkirch kam dann auch das Puzzle aus der Produktion, sodass wir es auch gleich einweihen konnten. Vor Ort konnten wir dann einige tolle Gespräche mit einigen potenziellen Neu-Azubis führen – Vielleicht sehen wir den ein oder anderen ja wieder.

Waldkirch: Gegen 20:30 war die Job-Start-Börse zu Ende und wir machten uns auf den Heimweg. Als dann auf dem Rückweg nach Freiburg auf einmal ein Auto das "Bitte folgen" Schild aus dem Fenster hob, begann das wirkliche Abenteuer. Selina und Maurice, die den Transporter fuhren, mussten den in Zivil getarnten Polizisten folgen und abseits der Straße halten. Der erste Verdacht des Polizisten war, dass wir mit dem Transporter jemanden ausgeraubt hätten oder eingebrochen seien, aber unser Alibi war wasserfest und der geladene Transporter mit unserem Equipment, untermauerte unsere Aussage. Also durften wir auch direkt weiter fahren – wenn wir denn nur wieder auf die Straße zurück gefunden hätten…

Am nächsten Tag war dann die Vormittagsveranstaltung in Waldkirch angesagt und hier offenbarte sich eine weitere Schwierigkeit: Zu wenig Parkplätze vor der Halle. Und da wir zum Abbau keinen Kilometer-Marsch hinlegen wollten, blieb uns nichts anderes übrig, als mit halber Karosserie auf dem Gehweg zu halten. Das sollte für 10 Minuten wohl kein Problem sein – sollte man meinen, die Bewohner eines Wohnhauses fanden das aber schon und drohten uns damit, uns wegen Falschparkens anzuzeigen. Also legten wir einen Zahn zu, um der Aufregung ein wenig zu entgehen und uns dann gleich aus dem Staub zu machen.

Tag drei der Job-Start-Börse wurde dann in Emmendingen abgehalten. Und auch diesmal blieben wir vom Pech nicht verschont, als wir uns gerade auf den Weg machten, um unseren Stand aufzubauen, musste sich Eric für die Abendveranstaltung wegen eines Auffahrunfalls abmelden. Zum Glück ist ihm nichts passiert und nur das Auto hat einen kleinen Schaden davon getragen! Bis jetzt liefen die Veranstaltungen für uns also nicht besonders rund und wir machten uns schon Gedanken, was uns denn am nächsten Tag wiederfahren könnte. Zu unserer Freude blieben wir am Freitag in Emmendingen und Samstag in Titisee-Neustadt aber Pannen-frei und wir dachten schon, dass dies das Ende unserer Pechsträhne sei – aber zu früh gefreut.

Denn die Abendveranstaltung in Müllheim stellte unsere Nerven ein weiteres Mal auf die Probe. Als Hannah, Daniela, Vanessa und ich zurück nach Freiburg fuhren, leuchtete auf einmal das Blaulicht eines Polizeiautos im Rückspiegel. Natürlich hatte unser Freund und Helfer es wieder auf uns abgesehen. Diesmal aber nicht wegen dem Verdacht auf Raub, sondern weil eines der beiden Rücklichter meines Polos nicht mehr funktionierte. Eigentlich halb so wild – eigentlich. Vielleicht hatte der Polizist einen schlechten Tag, anders kann man sein Handeln schwer nachvollziehen, denn er verkündete uns, wir sollten das Fahrzeug stehen lassen und uns eine andere Heimfahrtgelegenheit organisieren. So standen wir da also, mitten in irgendeinem Dorf Nähe Müllheim im Dunkeln und waren erstmal überfordert. Glücklicherweise erreichten wir aber unsere Ausbildungsleiterin, Frau Bertelsmann, die schon fast zuhause war, noch telefonisch, so dass sie die nächste Ausfahrt auf der Autobahn nahm und wieder zurück Richtung Müllheim fuhr. Sie sammelte uns ein und brachte uns dann alle nach Hause bzw. an den Verlag. Gott sei Dank! Wer weiß, wie lange wir sonst in der Kälte draußen gewartet hätten?

Die drei weiteren Job-Start-Börsen in Müllheim (Vormittag) und Endingen (Abend und Vormittag) liefen dann glücklicherweise normal ab und wir hatten keine weiteren Unfälle oder Vorfälle mehr zu verzeichnen. Allerdings gab es noch ein teures Foto, welches wir wegen Geschwindigkeitsüberschreitung auf dem Heimweg der Nacht der Ausbildung in Müllheim durch einen Blitzer geknipst hatten...

Naja ohne das Ganze wäre es vermutlich auch etwas langweilig gewesen.