Aids-Hilfe Freiburg: "Bis in die frühen 2000er gehörte der Tod zu unserem Alltag"
Anfang der 1980er tauchte ein tödliches Virus auf, das die Welt in Angst und Schrecken versetzte: HIV. Ein Interview mit Robert Sandermann von der Aids-Hilfe Freiburg zum Welt-Aidstag, 1. Dezember.
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BZ: Als in Freiburg 1985 wie vielerorts ein Aids-Hilfe-Verein gegründet wurde, fokussierte sich dessen Arbeit auf Krankheits- und Sterbebegleitung, Hilfe für Angehörige und auf Aufklärung. Wie ist das heute?
Es hat sich grundlegend verändert. 1998, als ich bei der Aids-Hilfe Freiburg angefangen habe, war Sterbebegleitung in der Tat noch ein großes Thema, bis in die frühen 2000er-Jahre gehörte der Tod zum Alltag unseres Vereins. Obwohl es seit 1996 bereits Kombinationstherapien gab. Aber für viele kam das zu spät. Zuvor gab es Vorläufermedikamente wie AZT, ursprünglich ein Krebsmedikament, mit dem man begrenzt Einfluss nehmen konnte. Manche starben innerhalb weniger Jahre, ...