In Aitern schlägt das Glöckchen jetzt automatisch

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Von Paul Berger & BZ-Redaktion

Do, 12. September 2019

Aitern

Kein Handbetrieb mehr im Glockenturm des Rathauses / Sanierungsarbeiten für 230 000 Euro geplant / Feuerwehrauto nicht fertig.

AITERN (pbe). Wurde in jüngster Zeit das kleine Glockentürmchen auf dem Rathausdach Aitern von Grund auf erneuert, stehen als weitere Maßnahme energetische Sanierungsarbeiten am Gebäude an. Wie bei den Vorberatungen für den Haushaltsentwurf 2020 im Gemeinderat zu hören war, betreffen diese vor allem die Deckenisolierungen zwischen der Obergeschoss-Wohnung und dem Dachgeschoss des Hauses. Die ermittelten Kosten hierfür belaufen sich laut Bürgermeisterin Sigrid Böhler auf 230 000 Euro – eine Summe, die die kleine Gemeinde aus eigenen Mitteln nicht alleine stemmen kann. Um die anstehende Maßnahme im kommenden Jahr dennoch in Angriff nehmen zu können, erwartet man Fördermittel aus dem Programm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) sowie Ausgleichsstock des Regierungspräsidiums.

Dass den Bürgern ihr schön gelegenes Rathaus am Herzen liegt, bewies man mit der Sanierung des Glockentürmchens. Ins Zeug gelegt hatte sich bei der Restaurierung Gemeinderat Matthias Asal, indem er einen Teil der Holzarbeiten selbst ausführte. Gleichzeitig wurde für das Glöckchen, das zuvor mittags und abends im Handbetrieb geläutet wurde, ein automatisches Läutwerk angeschafft.

Ebenfalls auf der Wunschliste für das bevorstehende Haushaltsjahr stehen Reparaturen an der durch Hochwasser beschädigten Schutzmauer entlang des Aiterbaches. Gleichzeitig soll das Geländer an der Brücke zur Bergstraße erneuert werden. Ein Dauerthema in der Flächengemeinde sind die zahlreichen Feld- und Wirtschaftswege. Obwohl Aitern in der Vergangenheit, wie Bürgermeisterin Böhler versicherte, hier einiges getan habe, seien dennoch diverse Instandsetzungen erforderlich.

Nach wie vor ungelöst ist das Problem neue Feuerwehrgarage. Nachdem der jetzige Standort den Sicherheitsanforderungen nicht mehr entspricht, ist man in Aitern auf der Suche nach einer Lösung. Hinzu kommt, dass das Löschfahrzeug seit längerem instandgesetzt wird und sich die Wehr mit einem Ersatzfahrzeug begnügen muss. Eigentlich war die Fertigstellung des Fahrzeugs zum 31. August zugesagt worden. Die Gemeinde Aitern hat für das Auto bislang rund 50 000 Euro ausgegeben.

Auf dem von Feuerwehrkommandant Markus Wunderle vorgelegten Wunschzettel für 2020 stehen außerdem ein dringend benötigtes Notstrom-Aggregat sowie ein neues Wassersauggerät.