Alleinstellungsmerkmale ausbauen und abschöpfen

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Di, 21. Mai 2019

Feldberg

BZ-SERIE: Die Feldberger Liste sieht im Ganzjahrestourismus eine existenzielle Rolle / Straßen- und Wassernetz instandsetzen.

FELDBERG (BZ). In der höchstgelegenen Gemeinde im Land bewerben sich die Kandidatinnen und Kandidaten auf drei Listen um die zehn Sitze im Gemeinderat. Bis zu den Kommunalwahlen am Sonntag, 26. Mai, stellt die Badische Zeitung die kommunalpolitischen Kräfte und ihre Ziele vor. Heute: die Feldberger Liste.

Sie tritt erstmals unter diesem Listennamen an. Auf ihr bewerben sich auch Kandidatinnen und Kandidaten um ein Mandat, die auf der früheren CDU-Bürgerliste standen. Zehn Namen stehen auf der Feldberger Liste.

Schwerpunkte
Die Feldberger Liste möchte die bereits angestoßenen Projekte, wie den Breitbandausbau fortführen und erfolgreich zu Ende bringen. Für die Bürger wollen die Kandidatinnen und Kandidaten als Schwerpunkte in den kommenden Jahren, die öffentliche Infrastruktur wie Straßen- und Wassernetz ausbauen und instandsetzen. Mit den zur Verfügung stehenden Finanzmittel sollte wirtschaftlich und nachhaltig geplant und investiert werden. Das Dorf und das Dorferscheinungsbild möchte die Feldberger Liste für Kinder, Familien und Senioren gleichermaßen attraktiv und lebenswert gestalten. Dazu gehören das Ehrenamt und die lokalen Vereine unterstützt. Die einzigartige Natur trage zum touristischen Nutzen bei. Beides in einen guten und nachhaltigen Einklang zu bringen, sieht die Liste als eine wichtige Aufgabe an.

Wohnraum schaffen
Bereits in der Vergangenheit seien mehrere Baugebiete von der Gemeinde erschlossen worden, die in sehr naher Zukunft auch bewohnt sein werden. Darauf aufbauend nimmt sich die Feldberger Liste vor, eine bauherrenfreundliche Politik in der Gemeinde anzustreben. Lösungsorientierung und die Schaffung einer prozessoptimierten Abwicklung seitens der Verwaltung sowie eine interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sollten gefördert werden.

Skigebiet Feldberg
Neben der kulturellen Bedeutung des Skisports, spiele der Ganzjahrestourismus eine existenzielle wirtschaftliche Rolle. Das Potential von touristischen Alleinstellungsmerkmalen in der Gemeinde Feldberg gelte es weiter auszubauen und abzuschöpfen. Nur so könne die finanzielle Basis für eine Steigerung der Lebensqualität für alle Feldberger Bürgerinnen und Bürger erzielt und gesichert werden. Dies erfordere sowohl Investitionen in Anlagen wie auch die Fusion des Liftverbundes voranzubringen.

Feldberghalle
Am Beispiel der Nachbargemeinde Schluchsee zeige sich gerade die Komplexität bei der Vergabe von Fördermitteln. Ohne diese sei jedoch nicht an eine Modernisierung oder gar einen Ersatz der Feldberghalle zu denken. Stünde dafür eine Finanzierung bereit, könnte die Planung dafür gestartet werden. In diese seien aber die lokalen Vereine unbedingt einzubeziehen. Vorstellbar wären auch Gemeinschaftsräume, zum Beispiel für Proben sowie Lagermöglichkeiten.

Schwächen der Infrastruktur
Das Ziel der Feldberger Liste ist es, die Gemeindestraßen sowie das Wasser- und Abwassersystem unter höchstmöglicher Förderungen instandzusetzen. Der Breitbandausbau sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden. Synergieeffekte bei Bauarbeiten dieser und anderer Projekte müssten genutzt werden. Die bereits zuvor aufgezeigten Punkte würden ein hohes Investitionsvolumen mit sich ziehen, das angesichts der finanziellen Lage nur nach und nach zu bewältigen seien.

Kommunalpolitischer Neustart
In erster Linie gelte es dem neuen Bürgermeister, wie auch den neu ins Gremium gewählten Gemeinderäten, die erforderliche Zeit zur Einarbeitung zu geben. Künftige Grundlage jeder Zusammenarbeit müsse ein vertrauensvolles Miteinander sein, welches auch den gleichen Informations- und Kenntnisstand für jeden voraussetze. Diese Grundlage gelte es, gemeinsam zu erreichen. Daran wolle die Feldberger Liste künftig verantwortlich mitarbeiten.