Tour d‘Ebringen

Am Sonntag findet das 53. Ebringer Radrennen statt

Ralph Fautz

Von Ralph Fautz

Fr, 12. Juli 2019 um 15:03 Uhr

Ebringen

Am Sonntag ist es in Ebringen wieder soweit: der örtliche Radsportverein richtet sein Rennen aus. Doch können sich hier nicht nur die Elitefahrer messen, auch Kinder gehen an den Start.

Erst die Tour de France im Elsass, dann die "Tour d‘Ebringen": Der 53. Ebringer Radrenntag am Sonntag ist das einzig verbliebene Event dieser Art im südbadischen Raum und ein besonderes Sportereignis. Erstmals würden hier mit der Amateurelite die Stars von Morgen antreten, sagt RSV-Organisator Bernd Krüger. Die Zukunft des Radsports sieht er durchaus positiv, die des Rennradsports habe aber mit Problemen zu kämpfen.
Das 53. Ebringer Radrennen richtet der RSV Ebringen am Sonntag, 14. Juli, aus. Beginn ist um 10 Uhr.

Los geht es in Ebringen um 10 Uhr mit den Jugendlichen der Altersklasse der unter 13-Jährigen (U13) und der Mädchen unter 15 Jahren (U15w) mit 18 Runden auf dem Kurs. Gegen 10.35 Uhr geht es dann in der Altersklasse der männlichen U-15-Fahrer weiter. Sie haben 25 Runden zu bewältigen. 40 Runden hat dann die Altersklasse der unter 17-Jährigen – männliche wie weibliche von 12.20 Uhr an zu fahren. Einsteigerrennen, die Klasse der unter Elfjährigen (U11) und ein Kinderlaufradrennen runden das Programm ab.

Die Trainingssituation auf öffentlichen Straßen wird immer gefährlicher

Die Fahrer der Amateurelite mussten – um hier mitfahren zu dürfen – in den entsprechenden Altersklassen über das ganze Jahr hinweg sportliche Höchstleistungen vollbringen. Sie starten gegen 14.50 Uhr und müssen 80 Runden bestreiten. Senioren und Jugendliche unter 19 Jahren (U19) starten für 50 Runden bereits um 13.35 Uhr. Der Rundkurs erstreckt sich von der Gewerbe- über Dürrenberg-, Kapellen- und St. Gallenstraße hin zur Falken- und Scharretenackerstraße.

Obgleich die Straßen rund um Freiburg bei wärmeren Temperaturen von Rennradfahrern bevölkert seien, verzeichne der Rennradsport seit Jahren sinkende Zuschauerzahlen – so auch in Ebringen. Bernd Krüger macht dafür nicht nur die bekannten Dopingfälle, sondern auch das breite alternative Angebot verantwortlich. Dennoch sieht er den Radsport per se nicht in einer Krise. Der Trend gehe eindeutig hin zum Mountainbike. "Den Leuten macht es mehr Spaß, im Wald zu fahren, was ich auch verstehen kann", sagt Krüger.

Zumal die Trainingssituation auf den öffentlichen Straßen immer gefährlicher werde. Radrennen in Ebringen heißt für ihn und seine Helfer, rechtzeitig Klinken zu putzen, um für das rund siebenstündige Rennen Sponsorenmittel im fast fünfstelligen Bereich zu akquirieren. Zudem braucht es etwa 30 Helfer für Auf- und Abbau und die Absperrungen an den Strecken. "Es sind immer die gleichen Helfer, das Ehrenamt wird immer unattraktiver", kritisiert Krüger. Trotz des Mountainbike- und Downhilltrends, bleibt der 76-jährige Rentner dem Rennrad treu. "Ich bin schon seit 60 Jahren auf dem Sattel und im letzten Jahr meine 12 000 Kilometer gefahren; Sommer wie Winter, es ist nur eine Kleidungssache. Das ist doch für mein Alter noch ganz gut", sagt er. "Solange ich das Ganze noch organisieren kann, solange wird es mindestens noch Radrennen in Ebringen geben", sagt er.