Auch Islamisten griffen Corona-Hilfe ab

afp

Von afp

Mi, 24. Juni 2020

Deutschland

250 Beamte bei Razzia in Berlin.

Wegen mutmaßlichen Betrugs bei der staatlichen Corona-Soforthilfe in der islamistischen Szene haben Ermittler am Dienstag mehrere Orte in Berlin durchsucht. Der Verdacht wegen Subventionsbetrugs richte sich gegen zwei Männer aus der Szene, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Nach Beweismitteln durchsucht wurden laut Polizei eine Moschee in Berlin-Tempelhof, eine Wohnanschrift sowie eine Wohn- und Geschäftsadresse. Festnahmen gab es demnach zunächst nicht; 250 Beamte waren im Einsatz. Im April hatte die Berliner Staatsanwaltschaft mitgeteilt, durch Subventionsbetrug bei Corona-Soforthilfen sei ein Schaden von rund 700 000 Euro entstanden. Bereits im Mai durchsuchten Ermittler in Berlin Wohnungen und Autos mutmaßlicher Salafisten, die laut damaligen Angaben betrügerisch Soforthilfen für Kleinbetriebe beantragt und teilweise auch erhalten haben sollen.