"Aufklärung ist der Anfang"

Claudia Förster Ribet

Von Claudia Förster Ribet

Mi, 03. April 2019

Freiburg

BZ-INTERVIEW: Der eine ist aus Pakistan, der andere aus Indien, beide wollen Frieden für Kaschmir – in Freiburg wurden Ibrahim Riaz und Suhail Akram Freunde.

FREIBURG. Seit mehr als 70 Jahren kämpfen Pakistan und Indien um die Himalaya-Region Kaschmir. Trägt man diesen Konflikt mit sich, wenn man nach Deutschland kommt? Claudia Förster Ribet hat mit Suhail Akram und Ibrahim Riaz aus der Krisenregion gesprochen, die beide das United World College, kurz UWC, in Freiburg besuchen.

BZ: Suhail Akram, Sie kommen aus Jammu und Kaschmir in Indien, Ibrahim Riaz, Sie aus Pakistan. Zwischen den beiden Ländern gibt es starke Spannungen. Hier in Freiburg gehen Sie zusammen zur Schule – gibt es da Probleme?
Riaz: Überhaupt nicht. Die meisten Leute sind erstaunt, wenn ich von indischen Freunden erzähle. Es ist schade, dass sie nicht verstehen, wie ähnlich wir uns eigentlich sind. Auf unserem Campus schätzen sich Inder und Pakistanis sehr.
Akram: Das sehe ich genauso. Die meisten Menschen in Indien, Pakistan und vor allem Kaschmir haben überhaupt nichts mit den politischen Spannungen zu tun, sie leiden nur darunter. Ibrahim und ich haben das gleiche Ziel: über die Probleme in Kaschmir aufklären, unsere Sorgen in die Welt tragen und eines Tages in einer friedlichen Heimat leben.

BZ: Der Teil Kaschmirs, aus dem Sie, Herr Akram, kommen, gehört seit 70 Jahren mehr oder weniger offiziell zu Indien. Sehen Sie sich als Inder?
Akram: Ich habe zwar einen indischen Pass, aber identifiziere mich aus vielen Gründen nicht mit dem Land. Wir Kaschmiris haben eine andere Kultur, eine andere Religion und sogar eine andere Sprache als Indien. ...

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