Türkische Einwanderer

50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei

Gerd Höhler

Von Gerd Höhler

Sa, 29. Oktober 2011

Ausland

Zwischen zwei Welten: Vor 50 Jahren haben Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen unterzeichnet. Heute kehren viele gut ausgebildete Türken in die Heimat ihrer Vorfahren zurück.

ISTANBUL. Es ist eine Reise in die Vergangenheit: Am Mittwoch rollte ein Sonderzug aus dem Istanbuler Bahnhof Sirkeci. Das Ziel der Eisenbahnfahrt: München. Dort soll der Zug am Sonntag eintreffen – dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Abkommens über die Anwerbung türkischer Arbeitskräfte. In den Waggons werden auch 40 Zeitzeugen reisen, die auf diesen Schienen schon in den 60er Jahren nach Deutschland fuhren – Gastarbeiter der ersten Generation.

Veranstalter der Zeitreise ist das türkische Staatsfernsehen TRT, das die nostalgische Zugfahrt dokumentieren will. Das "Abkommen zur zeitlich begrenzten Anwerbung von Arbeitskräften", das die Bundesrepublik Deutschland und die Türkische Republik am 30. Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichneten, war der offizielle Beginn der türkischen Einwanderung nach Deutschland. Aber eigentlich begann diese Geschichte schon vier Jahre zuvor. 1957 flog der damalige Bundespräsident Theodor Heuss zum Staatsbesuch nach Ankara. Er machte das Angebot, junge türkische Lehrlinge nach Deutschland einzuladen. 150 kamen, viele von ihnen zu Ford nach Köln, wo einige bis ins Rentenalter blieben. Ältere Ford-Manager erinnern sich noch heute dankbar an die fleißigen "Heuss-Türken".

Die Initiative zu dem Anwerbeabkommen ging von der Türkei aus. Die ...

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