Balkan

Die Schandtaten der Regierung Montenegros

Norbert Mappes-Niediek

Von Norbert Mappes-Niediek

Di, 19. April 2016 um 12:05 Uhr

Ausland

Wie die Regierung des kleinen Balkanlands Montenegro sich bereichert, die Natur zerstört – und EU-Beamte an der Nase herumführt. Ein Report aus dem Südosten Europas.

Scheinbar ganz ruhig sonnen sich die Flamingos vor der Kulisse der schneebedeckten Albanischen Alpen. Manche haben ihre langen Hälse zusammengeringelt und schlafen. Andere balancieren stoisch auf einem Bein. Behutsam schleichen die Naturschützer mit ihren Kameras näher. Kein Vogel flattert auf, aber doch bewegt sich die Kolonie. Mal schreiten drei, vier der zartrosa Vögel gemächlich nach weiter hinten. Dann folgen weitere. Bei aller Ruhe hält der Schwarm zu den Menschen immer den gleichen Abstand.

Die Taktik des unmerklichen Rückzugs beherrschen nicht nur die Flamingos. Seit Jahren drängen Vogelschützer aus Montenegro, Deutschland und Griechenland, Geldgeber aus der EU und westliche Botschafter die Regierung der kleinen Balkanrepublik, die Saline von Ulcinj unter Naturschutz zu stellen. Das Gebiet gilt als einer der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel auf ihrem Weg nach Afrika und zurück.



Das werde geschehen, und zwar bald, schrieb der zuständige Minister, Branimir Gvozdenovic, im vergangenen Sommer an seinen deutschen Amtskollegen Gerd Müller (CSU). Aber nichts geschah – wieder nicht. Nie kommt offener Widerspruch, nur hinhaltende Floskeln. Dann und ...

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