Cyberwar

Geschäft mit der unsichtbaren Gefahr

Inge Günther

Von Inge Günther

Mi, 03. Februar 2016

Ausland

Bei der Abwehr von Hackerangriffen im Internet gehört Israel zur Weltklasse. Davon profitiert die Wüstenstadt Beer Scheba, wo ein riesiger Cyber-Park entsteht.

Kalter Schweiß bricht aus. Virusattacke, wieder einmal. Man blickt entsetzt auf den Computer und kann es nicht fassen. Das Programm ist abgestürzt. Der Text ist weg. Nicht mal der Cursor bewegt sich noch. Glücklich, wem solche Erfahrungen erspart bleiben.

Aber eigentlich hat fast jeder, der am PC arbeitet, schon die Tücken des Internets erlebt. Was das im Großen bedeuten kann, malt Tom Ahi Dror aus. Er ist Abteilungsleiter für "Human Capital" im nationalen Cyber Bureau in Beer Scheba, das dem israelischen Premierminister untersteht. "Wir haben in den vergangenen 20 Jahren immer mehr unser persönliches Leben im Cyberspace organisiert", sagt Dror. "Und wenn dieser Raum nicht sicher ist, sind wir angreifbar." Im Grunde ist also alles bedroht, was von Computerchips gelenkt oder überwacht wird: in den Körper implantierte medizinische Geräte, über Handys erteilte Banküberweisungen, das ferngesteuerte Heizungs- oder Türöffnungssystem daheim. Kriminelle Energien werden investiert, um Internetportale ganzer Branchen zu knacken. Nicht einmal Ministerien und Armeen sind vor Hackern sicher. Cyberwar, der unsichtbare Krieg, ist längst den Science-Fiction-Romanen entschlüpft und in der Realität angekommen.

Israel war bereits mehrfach solchen Angriffen ausgesetzt und hat, nach allem, was man hört, bei Virenattacken selber kräftig mitgemischt. Auch wenn seine ...

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