Gewalt, Unsicherheit und Armut

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Sa, 11. Februar 2012

Ausland

Eine künftige ägyptische Regierung hat große Probleme zu bewältigen / Noch gibt es Zweifel, ob sich der Militärrat zurückzieht.

WIE STEHT ES UM MUBARAK EIN JAHR NACH DEM STURZ?

Der Prozess gegen den gestürzten ägyptischen Diktator Husni Mubarak, der im August 2011 begonnen hat, steht bald vor dem Abschluss. Die Staatsanwaltschaft hat für ihn die Todesstrafe gefordert. Sie bezichtigt ihn, für den Tod von 800 Demonstranten verantwortlich zu sein, die im Zuge der Proteste vor einem Jahr umkamen. Angesichts der Befehlskette ist es aus Sicht der Staatsanwaltschaft unmöglich, dass der Diktator nicht selbst angeordnet hat, in die Menge zu schießen. Zurzeit finden die Plädoyers der Verteidigung statt. Mubarak und seine Söhne sind zudem angeklagt, Staatsbesitz veruntreut zu haben. Das Vermögen der Familie Mubarak, das auf 40 Milliarden Dollar geschätzt wird, ist eingefroren. Mubarak verfolgte den Prozess zumeist in einem Krankenbett. Über seinen Gesundheitszustand gab es Gerüchte. Einmal hieß es, er habe Krebs, dann wieder, er habe einen Herzinfarkt erlitten.

WARUM KOMMT DAS LAND NICHT ZUR RUHE?

Die schweren Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said, bei dem 74 Menschen ...

BZ-Archivartikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ Plus und BZ-Archivartikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archivartikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ