Libyen

Lybien-Krieg hat auch negative Auswirkungen auf die Nachbarländer

Frauke Wolter

Von Frauke Wolter

Fr, 09. März 2012

Ausland

FOLGEN DES LIBYEN-KRIEGS I: Kämpfe in der Sahelzone und eine verbitterte Afrikanische Union.

FREIBURG. In Libyen herrschen die Milizen, erst im Sommer wird gewählt. Das hat nicht nur Folgen für die Nachbarstaaten, auch im Land selbst werden die Rufe nach Autonomie lauter. Derweil ringt die Afrikanische Union mit ihrer politischen Rolle nach dem Nato-Einsatz.

Als das Gaddafi-Regime in den letzten Zügen lag, gingen die Tore der Waffenarsenale auf: Kleinwaffen, schweres Gerät, Sprengstoff, angeblich sogar tragbare Boden-Luft-Raketen wurden von Schmugglern in die Nachbarländer Mali, Tschad, Niger und den Sudan gebracht. Dort verursachen sie, mehr als vier Monate nach dem Sturz des libyschen Diktators, neues Unheil. So toben seit Januar im Norden Malis schwere Kämpfe, bis Ende Februar sind mindestens 120 000 Zivilisten geflohen. Die Angreifer sind Tuareg; 2000 bis zu 4000 von ihnen haben in Libyen in Gaddafis Armee gedient. Sie rücken jetzt erneut für die Autonomie ihrer Stammesgebiete aus. Mit der Gründung der "Nationalen Bewegung für die Befreiung Azawads" (NMLA) Ende 2011 flammt ein Konflikt wieder auf, der Jahrzehnte alt ist.
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