Protest gegen Rentenpläne

Streik in Frankreich trifft auch den Zugverkehr

Knut Krohn

Von Knut Krohn

Do, 28. November 2019 um 16:04 Uhr

Südwest

Wer am 5. Dezember einen Kurzurlaub in Frankreich plant, der sollte besser umbuchen. Der Grund: Die Angestellten der SNCF und der Pariser RATP haben einen landesweiten Streik angekündigt.

Inzwischen wird gemunkelt, dass sich auch andere Bereiche – wie etwa die Beschäftigten der Autobahn-Mautstellen sowie der Museen – dem Ausstand anschließen könnten. Die Verantwortlichen bei der SNCF haben mit drastischen Mitteln auf den angekündigten Streik reagiert.

Auf der Internetseite des Unternehmens sind für den Zeitraum vom 5. Dezember bis 8. Dezember für alle TGV inOui, OuiGo und Intercitys keine Tickets mehr zu buchen. Wer schon jetzt eine Fahrkarte für diesen Zeitraum besitzt, kann diese, nach Angaben der SNCF, kostenlos stornieren oder umtauschen.

"Wir werden die Situation kommende Woche noch einmal analysieren", erklärte SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou, dann würden weitere Entscheidungen in Sachen Fahrplan getroffen. Man könne allerdings erst kurz vor Streikbeginn sagen, welche Züge tatsächlich fahren und welche nicht. Grund für den Streik sind die Rentenpläne der Regierung. Paris befürchtet nun, dass der Streik vom 5. Dezember nur der Vorbote für einen äußerst konfliktreichen Winter sein könnte.