Interpretation

Warum ein Werk von Goya in Tagen des Terrors lehrreich ist

Volker Bauermeister

Von Volker Bauermeister

Fr, 30. Dezember 2016 um 17:24 Uhr

Ausstellungen

Die rätselhafte Radierung "Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" von 1789 erscheint aktueller denn je. Goya verspricht in unruhigen Zeiten keine Rettung, aber Erkenntnis.

Ein lehrhafter Bildtitel. "Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer". Francisco Goya bezeichnet damit ein kleines, doch weithin bekanntes druckgraphisches Blatt, eine Radierung, die im Zyklus der "Caprichos" 1798 einen Platz fand. Im Licht dieses Titels lässt sie den Spanier Goya, den Zeitgenossen Goethes, den Augenzeugen einer unruhigen, von unmenschlicher Ignoranz, von Intoleranz und Gewalt geprägten Epoche, als Protagonisten der Aufklärung erscheinen. Ja, als zeitlosen Anwalt des klaren Verstands in der Frage, wie wir gesellschaftlich leben wollen.

Goya scheint hoch aktuell – mit seinem Aufruf zur Besonnenheit
Ist der Maler und Graphiker Goya der Ethiklehrer, als den wir ihn, weil wir selbst in beunruhigenden Zeiten leben, verstehen wollen? Goya scheint mit seinem Titel hoch aktuell – mit seinem Aufruf zur Besonnenheit. Weil die Blutspur des ...

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