Oper

In Baden-Baden verharrt "Parsifal" im Grauen

Alexander Dick

Von Alexander Dick

So, 25. März 2018 um 21:52 Uhr

Theater

BZ-Plus Fünf Stunden Simon Rattle dirigiert, Dieter Dorn inszeniert Richard Wagners "Parsifal" bei den Osterfestspielen Baden-Baden. Doch es war lediglich ein Theater modischer Chiffren.

Bühnenweihfestspiel. Die Gattungsbezeichnung, die Richard Wagner seiner letzten Oper "Parsifal" zugedacht hatte, wirkte in ihrem überhöhenden, kunstreligiösen Gehalt auch schon auf manchen Zeitgenossen befremdlich. Der Wiener Kritiker Eduard Hanslick bezeichnete das Werk ironisch als "interessante fromme Oper", das zentrale Requisit des heiligen Grals als "legendhafte Kuriosität". Das war 1882, im Jahr der Uraufführung in Bayreuth, und mutet ziemlich heutig an. Doch das Mysterium um das Werk existiert weiter: "Was ist der Gral?", fragt Parsifal, der Tor, der unwissende Naturbursche, den Gralsritter Gurnemanz und bekommt doch nur zur Antwort: "Das sagt sich nicht." Oder nur unscharf.

Ein Gral wie ein Nachtkästchen
Der Gral ist diesmal eine milchglasfarbene Schale auf einem Metallsockel – in Dieter Dorns Inszenierung zum Auftakt ...

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