Landgericht Freiburg

Angeklagter greift seinen Verteidiger im Gericht an – während des Plädoyers

Peter Sliwka

Von Peter Sliwka

Di, 12. Februar 2019 um 13:42 Uhr

Badenweiler

BZ-Plus Er habe Stimmen gehört und die Zelleneinrichtung zertrümmert – galt aber als verhandlungsfähig: Für eine Messerattacke verurteilte das Gericht den Angeklagten zu 19 Monaten Haft.

Eine Messerattacke auf einen Mitbewohner im Flüchtlingswohnheim in Badenweiler in der Nacht zum 2. September 2017 war Thema am Landgericht in Freiburg. Am Freitag hat die 14. Berufungskammer den Angeklagten aus Syrien wegen drei Taten – einer gefährlicher Körperverletzung, einer Körperverletzung und einer Sachbeschädigung – zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 19 Monaten verurteilt. Dramatischer Höhepunkt des Prozesstags war ein urplötzlicher Angriff des 33-jährigen Angeklagten auf seinen Anwalt.

Seit Ende Januar hörte der Angeklagte in Untersuchungshaft befehlende Stimmen. Sie sagten ihm, dass ausländische Mitgefangene nach seinem Leben trachten. Er soll deshalb Mitgefangene unversehens angegriffen haben. In der Nacht vor den Plädoyers soll er die Einrichtung seiner Zelle zertrümmert haben, weil er sich beobachtet und bedroht fühlte.

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