Drei Fragen an

Badische Zeitung über Weihnachtswunsch: "Die Hilfsbereitschaft unserer Leser ist beeindruckend"

Die Aktion Weihnachtswunsch der Badischen Zeitung verbindet seit mehr als sechs Jahrzehnten Spender und Bedürftige in Südbaden. Verleger Wolfgang Poppen erklärt, was ihren Erfolg ausmacht.  

Mail

Wir benötigen Ihre Zustimmung um BotTalk anzuzeigen

Unter Umständen sammelt BotTalk personenbezogene Daten für eigene Zwecke und verarbeitet diese in einem Land mit nach EU-Standards nicht ausreichenden Datenschutzniveau.

Durch Klick auf "Akzeptieren" geben Sie Ihre Einwilligung für die Datenübermittlung, die Sie jederzeit über Cookie-Einstellungen widerrufen können.

Akzeptieren
Mehr Informationen
Verleger Wolfgang Poppen  | Foto: Rainer Muranyi
Verleger Wolfgang Poppen Foto: Rainer Muranyi

BZ: Herr Poppen, wie kam es zu der Idee für die Aktion Weihnachtswunsch?

Erstmals hat die Badische Zeitung diese Aktion im Jahr 1961 in Freiburg durchgeführt. Wolfgang Fieck, damaliger Lokalredakteur und dann langjähriger Leiter der BZ-Stadtredaktion, kam mit der Idee auf die damaligen Verleger zu. In den Nachkriegsjahren und den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs hat er bei seinen Recherchen immer wieder auch Menschen kennengelernt, die in relativer Armut lebten, vielleicht gerade mal so ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten. Diesen Menschen, das ist noch heute die Idee, soll in der Weihnachtszeit eben eine Unterstützung durch die Aktion Weihnachtswunsch zugutekommen.

BZ: Mittlerweile findet die Hilfsaktion im gesamten Verbreitungsgebiet der Badischen Zeitung, also in Südbaden, statt. Was ist der Erfolgsfaktor der Aktion Weihnachtswunsch?

Tatsächlich war nach dem Start in den 60er-Jahren schnell klar, dass die Menschen gewillt sind, Mitmenschen, denen es weniger gut geht, zu helfen. Und das macht den Charme der Aktion Weihnachtswunsch aus: Dass jeder Euro, jeder Cent, der von unseren Leserinnen und Lesern, von Unternehmen und Organisationen gespendet wird, tatsächlich bedürftigen Menschen aus der Region zugutekommen. Das ist wirkliche Hilfe, etwa, wenn Haushaltsgeräte ausfallen und repariert oder neu angeschafft werden müssen, oder wenn es Eltern ermöglicht wird, ihren Kindern etwa Winterkleidung anzuschaffen oder auch ein kleines Weihnachtsgeschenk zu finanzieren. Das alles wird durch die Aktion Weihnachtswunsch ermöglicht.

BZ: Bekommen Sie direkte Rückmeldungen zur Aktion Weihnachtswunsch?

Die Rückmeldungen kommen zunächst einmal bei den Lokalredaktionen an, die die Aktion Weihnachtswunsch jedes Jahr journalistisch begleiten. Und die sind durchweg positiv. Das zeigt ja auch die Spendenbereitschaft unserer Leserinnen und Leser. Jedes Jahr kommt mittlerweile rund eine Million Euro an Spenden zusammen. Das war auch in den Coronajahren so oder nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs. Jahre, in denen wir davon ausgingen, dass die Spendenbereitschaft etwas nachlässt. Die Spenden werden die dann dank unserer Partnerorganisationen wie der Caritas oder dem DRK an bedürftige Antragsteller verteilt. Und einen Teil der Spenden wird ja auch für Projektförderungen genutzt, in Emmendingen etwa für die Stiftung Brücke oder die inklusive Wohngemeinschaft "Zusammen erleben". Von dieser Seite bekommen wir dann regelmäßig entsprechende Rückmeldungen. Da merken wir, wie wichtig diese Hilfe ist, und wir werden die Aktion Weihnachtswunsch weiterführen.

Schlagworte: Wolfgang Fieck, Wolfgang Poppen
Zeitungsartikel herunterladen Fehler melden

Weitere Artikel