Lange Wartezeiten

Am Euroairport werden mehr Grenzbeamte eingesetzt

sda

Von sda

Sa, 22. Juni 2019 um 17:00 Uhr

Basel

Das Personal für Passkontrollen am Euroairport wird aufgestockt, denn im vergangenen Jahr gab es Kritik wegen langer Wartezeiten. Der Flughafen investiert eine Million Euro.

Mit einer Reihe von Maßnahmen will der Flughafen Basel-Mulhouse verhindern, dass sich während kommender Ferienzeiten erneut lange Warteschlangen bilden. Dafür investiert der Euroairport (EAP) rund eine Million Euro.

Als wichtigste Maßnahme werden 31 zusätzliche Grenzbeamte eingesetzt, wie der EAP mitteilte. Vier Beamte stellt das Schweizer Grenzwachtkorps zur Verfügung, 27 die französische Grenzschutzbehörde. Eine Aufstockung bei den Grenzbeamten habe sich in Testläufen über Christi Himmelfahrt und Pfingsten mit je mehr als 30 000 Passagieren bewährt, hält der EAP fest. Lange Warteschlangen habe man so weitgehend vermeiden können. Nur selten habe es Wartezeiten von mehr als 15 Minuten gegeben. Im Sommer sollen nun zusätzliche Kabinen für eine effizientere und schnellere Passkontrolle eingesetzt werden. Entwickelt worden seien diese Kontrollkabinen gemeinsam von der schweizerischen und der französischen Polizei.

Der auf französischem Boden liegende Flughafen ist besonders 2018 wegen langer Warteschlangen unter Beschuss geraten. Lange Wartezeiten mussten die Passagiere vor allem bei der Einreise in Kauf nehmen. Seit den Terrorattentaten von 2015 führt Frankreich auch an den Binnengrenzen Passkontrollen für alle Fluggäste durch. Um Rückstaus zu verhindern, wird am binationalen Flughafen nun auch die Passagierführung verbessert, wozu vier neue Supervisoren eingesetzt werden. Für die Passagiere werden vor der Passkontrolle Sitzmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und für die Information von Fluggästen und Angehörigen neue Bildschirme und Audiosysteme installiert.

Den Kampf gegen lange Warteschlangen im Sommer lässt sich der EAP rund eine Millionen Euro kosten. Nächstes Jahr will der Flughafen überdies zehn automatisierte Passkontrollstellen in Betrieb nehmen – je fünf bei der Ankunft und beim Abflug. Mit diesen Anlagen sollen die Grenzbeamten entlastet und die Grenzkontrollen noch effizienter werden. Eingesetzt werden die Automaten zunächst von den französischen und danach von den Schweizer Behörden.