Basels wichtigste Einkaufsstraße wird Flaniermeile

sda

Von sda

Do, 23. Mai 2019

Basel

Der Stadtkanton gestaltet für 15,6 Millionen Franken die Freie Straße und die angrenzenden Gassen von 2020 an neu.

BASEL (sda). Die Freie Straße im Herzen der Basler Innenstadt soll bis 2023 zu einer Flaniermeile umgestaltet werden. Die Ränder der Gehwege verschwinden, dafür werden auf der Straße flächendeckend Steinplatten verlegt. Für die Umsetzung des Projekts in der schon bestehenden Fußgängerzone hat der Regierungsrat 15,6 Millionen Franken bewilligt. In diese Summe enthalten sind auch die Umgestaltung der Rüdengasse, der Streitgasse, der Kaufhausgasse und der Barfüssergasse, wie Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels am Mittwoch sagte.

Der Neugestaltung zugrunde liegt das 2015 vom Großen Rat verabschiedete Gestaltungskonzept Innenstadt. Wie schon in der Greifen- und unteren Gerbergasse werden in der Freien Straße sowie in der Streit- und Rüdengasse die Gehwege nivelliert. Der Teerbelag wird über die ganze Breite durch Platten aus einheimischem Alpnacher Quarzstein. Dieser Stein habe sich bestens bewährt, sagte Wessels. Anfängliche Skepsis wegen Verschmutzungen habe als unbegründet erwiesen. Benötigt werden nach Auskunft des Bau- und Verkehrsdepartements rund 8000 Quadratmeter Steinplatten. Davon entfallen 6900 Quadratmeter auf die 600 Meter lange und durchschnittlich zwölf Meter breite Freie Straße. Fertig verlegt kostet ein Quadratmeter rund 1000 Franken. Ein Teerbelag würde rund 320 Franken pro Quadratmeter kosten.

Kaufhausgasse und oberer Teil der Barfüssergasse werden analog dem Münsterberg und der Rittergasse neu gestaltet: Die Gehwegränder fallen ebenfalls weg, die Straßenränder werden aber mit geschliffenen Rheinwacken gepflästert. In der Straßenmitte bleibt ein Asphaltband bestehen. Die einheitliche Gestaltung soll die Verbindung von Barfüsserkirche und Münster sichtbar machen. Der untere Teil der Barfüssergasse wird durchgehend gepflastert, um den historischen Charme der Kirche zu betonen.

Die seit Jahrzehnten diskutierte Umgestaltung beginnt voraussichtlich 2020 und dauert in Etappen rund drei Jahre. Der Verein Pro Innerstadt erwartet eine flexibel nutzbare Flanierzone, sagte Geschäftsführer Mathias Böhm. Weil die neuen Flächen auch das Bewirten im Freien erleichtern, rechnet er mit der Rückkehr der Gastronomie. Dass die Neugestaltung jetzt in Angriff genommen wird, begründet Wessels mit anstehenden Arbeiten bei den Versorgungsleitungen. Zur Umsetzung des Gestaltungskonzepts hatte der Große Rat 24,5 Millionen Franken bewilligt.