Der Suchtmittelkonsum sinkt deutlich

sda

Von sda

Mi, 12. Juni 2019

Basel

Langfriststudie unter Basler Neuntklässlern zeigt, dass diese weniger rauchen, trinken und kiffen.

BASEL (sda). Jugendliche im Kanton Basel-Stadt konsumieren weniger Suchtmittel. Die 15- und 16-Jährigen rauchen und kiffen nicht nur weniger, sondern nehmen auch weniger Alkohol zu sich. Dieses laut den Behörden "erfreuliche Resultat" ergaben wiederholt durchgeführte anonyme Befragungen zum Suchtmittelkonsum in der neunten Klasse. Durchgeführt wurden diese jeweils im Rahmen schulärztlicher Untersuchungen. Der dieser Tage veröffentliche Jugendgesundheitsbericht dokumentiert die Entwicklung über einen Zeitraum von elf Jahren.

Demnach ist der Anteil der Neuntklässler, die in diesem Zeitraum noch nie geraucht haben, um 14 Prozent gestiegen. Waren es in den Schuljahren 2005/06 und 2009/10 noch 74 Prozent gewesen, die noch nie eine Zigarette geraucht haben, waren es im Schuljahr 2016/17 schon 88 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der regelmäßigen Raucher von zwölf auf drei Prozent. Ebenfalls gesunken ist der Anteil der Jugendlichen, die schon Cannabis konsumiert haben. Von der ersten zur zweiten Befragung stieg der Anteil von 21 auf 26 Prozent und sank in den vergangenen Jahren auf 15 Prozent. Auch beim erstmaligen Alkoholkonsum wurde zunächst ein Anstieg von 57 auf 60 Prozent und dann ein Rückgang auf 39 Prozent registriert.

In der Befragung gaben zudem zwölf Prozent der 15- und 16-Jährigen an, schon einmal richtig betrunken gewesen zu sein. Bei den früheren Befragungen waren es noch mehr gewesen, nämlich 26 Prozent respektive 29 Prozent. Im Schuljahr 2016/17 wurden die Jugendlichen erstmals auch zu E-Zigaretten befragt. 31 Prozent gaben an, solche schon konsumiert zu haben. Schnupftabak, Ecstasy, Heroin, Kokain sowie Beruhigungsmittel und andere Suchtmittel werden von den Jugendlichen nur selten ausprobiert oder konsumiert, heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsdepartements weiter. Die Befragung hat überdies ergeben, dass männliche Jugendliche deutlich mehr Alkohol, Cannabis und E-Zigaretten konsumieren als weibliche. Überdies greifen Gymnasiasten häufiger zu Alkohol und Cannabis als andere Schüler.

Nach Angaben des Gesundheitsdepartements liegen die Basler Jugendlichen beim Suchtmittelkonsum unter dem landesweiten Mittel der Schweiz. Einen Grund dafür sehen die Behörden in den großen Anstrengungen bei der Prävention. Relevant seien aber auch andere Faktoren wie Rauchverbote in Bars und öffentlichen Einrichtungen.