Mehr Lohngleichheit

sda

Von sda

Do, 12. September 2019

Basel

Basler Staatspersonal.

BASEL (sda). Die Lohngleichheit im Kanton Basel-Stadt soll mit Retuschen am Stufenmodell verbessert werden. Die Regierung hat am Dienstag entsprechende Maßnahmen beschlossen. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen betrage beim Kanton 2,4 Prozent. Eigentlich würden in Basel-Stadt die Löhne ausschließlich nach der Funktion festgelegt. Daher seien die nach einem Bundessystem erfassten 2,4 Prozent Differenz nicht durch Variablen zu erklären, sondern "wahrscheinlich auf das Geschlecht zurückzuführen". Im Bundes-Beschaffungswesen gelte übrigens eine Toleranzschwelle von fünf Prozent Lohndifferenz.

Die Regierung vermutet die Ursachen der Differenz bei der Einstufung innerhalb der Lohnklassen. Die Lohnklassen und -stufen würden bei Eintritten aufgrund der bisherigen Berufs- und Lebenserfahrung berechnet. Je mehr beides der neuen Aufgabe in der kantonalen Verwaltung entspricht, desto höher falle die Lohnstufe aus. Unterbrüche und betriebsfremde Tätigkeiten führten hingegen zu tieferer Einstufung. Dies könne etwa mit Familien- oder Betreuungsarbeit geschehen. Dem will die Regierung entgegenwirken, indem bei der Einstufung kleine Teilzeitpensen höher angerechnet werden und Familienarbeit doppelt so hoch wie bisher berücksichtigt wird.